BASF, Millionen

BASF: 28 Millionen Aktien bis Ende Juni

03.06.2026 - 20:22:04 | boerse-global.de

BASF treibt Aktienrückkäufe voran und startet das Kostensenkungsprogramm CoreShift. Der VCI warnt vor anhaltenden Herausforderungen für die Chemiebranche.

BASF: 28 Millionen Aktien bis Ende Juni - Bild: über boerse-global.de
BASF: 28 Millionen Aktien bis Ende Juni - Bild: über boerse-global.de

Das milliardenschwere Aktienrückkaufprogramm von BASF läuft aus – und der Konzern schaltet direkt in den nächsten Gang. Das Sparprogramm „CoreShift" soll das Chemieunternehmen grundlegend umbauen. Zeitgleich warnt der Branchenverband VCI vor weiteren Turbulenzen.

Der Aktienkurs notierte am Mittwoch bei 50,53 Euro, ein Minus von 0,84 Prozent zum Vortag. Seit dem Jahrestief bei rund 42 Euro hat sich die Aktie zwar deutlich erholt. Doch der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 55,05 Euro beträgt noch über acht Prozent.

Letzte Tranche läuft

BASF kaufte Ende Mai weitere 950.000 eigene Aktien. Seit dem Start des Programms hat der Konzern damit fast 28 Millionen Papiere vom Markt genommen. Das Volumen: bis zu 1,5 Milliarden Euro. Ende Juni ist Schluss.

Das Programm ist Teil einer langfristigen Aktionärsstrategie. Insgesamt will BASF bis 2028 rund vier Milliarden Euro in eigene Aktien stecken. Die zurückgekauften Papiere werden eingezogen – das Grundkapital sinkt und stützt rechnerisch den Gewinn je Aktie.

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Parallel dazu fließen hohe Summen an die Anteilseigner. BASF plant eine jährliche Dividende von mindestens 2,25 Euro je Aktie. Zusammen mit den Rückkäufen will der Konzern von 2025 bis 2028 insgesamt zwölf Milliarden Euro an die Aktionäre ausschütten.

CoreShift als nächste Stufe

Mit dem Auslaufen des Rückkaufprogramms rückt das neue Kostensenkungsprogramm in den Fokus. „CoreShift" heißt die Initiative, die BASF Mitte Mai vorgestellt hat. Bis 2029 sollen die Fixkosten im Kerngeschäft um bis zu 20 Prozent sinken – gemessen am Niveau von 2024.

Betroffen sind die vier Segmente Chemicals, Materials, Industrial Solutions sowie Nutrition & Care. Ein neues „Core Transformation Office" koordiniert die Projekte über alle Bereiche hinweg.

Das bisherige Sparprogramm lieferte bereits über Plan. Ende 2025 erreichte BASF jährliche Einsparungen von 1,7 Milliarden Euro – 100 Millionen mehr als geplant. Bis Ende 2026 sollen es 2,3 Milliarden Euro werden.

Branchenumfeld bleibt angespannt

Der Verband der Chemischen Industrie zeichnet ein düsteres Bild. Die Branche sei schwach ins Jahr gestartet. Bürokratie und hohe Energiekosten drücken. Globale Turbulenzen kommen hinzu.

Ein Sondereffekt sorgt derweil für kurzfristige Entlastung: der Iran-Konflikt. Industriekunden fürchten Lieferengpässe über die Straße von Hormus und horten Chemieprodukte. Im ersten Quartal stiegen Produktion und Umsatz in der Chemie um je zwei Prozent zum Vorquartal.

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Der VCI warnt jedoch vor einer dauerhaften Trendwende. „Das Schwierigste liegt noch vor uns", sagte Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup.

Was jetzt zählt

BASF hält an seiner Jahresprognose fest. Das EBITDA vor Sondereinflüssen soll zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro liegen. Im ersten Quartal lag der Wert bei 2,4 Milliarden Euro.

Der nächste wichtige Termin: der Quartalsbericht für das zweite Quartal im Juli. Dann zeigt sich, ob CoreShift erste Wirkung entfaltet. Gleichzeitig entfällt mit dem Rückkaufende ein bisher stützender Faktor für den Kurs. Die operativen Ergebnisse rücken umso stärker in den Fokus.

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