BASF, Aktie

BASF Aktie: EU genehmigt Carlyle-Deal mit 5,8 Milliarden

04.06.2026 - 11:24:14 | boerse-global.de

Die EU genehmigt den Verkauf von BASFs Lacksparte an Carlyle fĂŒr 5,8 Milliarden Euro. Der Deal stĂ€rkt die LiquiditĂ€t des Chemiekonzerns.

BASF Aktie: EU genehmigt Carlyle-Deal mit 5,8 Milliarden - Bild: ĂŒber boerse-global.de
BASF Aktie: EU genehmigt Carlyle-Deal mit 5,8 Milliarden - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Die EU-Kommission hat grĂŒnes Licht gegeben. Der Verkauf von BASFs LackgeschĂ€ft an den Finanzinvestor Carlyle ist regulatorisch freigegeben — und bringt dem Chemiekonzern rund 5,8 Milliarden Euro Barmittel vor Steuern.

Auflagen zum Schutz des Wettbewerbs

Die Genehmigung hat ihren Preis. Carlyle muss das globale Polysulfid-GeschĂ€ft von Nouryon verĂ€ußern. Der Hintergrund: Nouryon ist einer von weltweit nur zwei Anbietern dieser spezialisierten Dichtstoffe fĂŒr die Luft- und Raumfahrt. Ohne diese Auflage hĂ€tte die Übernahme die Marktkonzentration in diesem Segment bedenklich verschĂ€rft.

Die betroffene Coatings-Sparte beschĂ€ftigt mehr als 10.000 Mitarbeiter weltweit. Ihr Jahresumsatz liegt bei rund 3,8 Milliarden Euro. BASF behĂ€lt einen Anteil von 40 Prozent. Die Mehrheit ĂŒbernimmt Carlyle gemeinsam mit der Qatar Investment Authority als Co-Investor.

Der Gesamtwert der Transaktion belĂ€uft sich auf 7,7 Milliarden Euro. AngekĂŒndigt hatte BASF den Deal bereits im Oktober 2025.

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LiquiditÀt kommt zur rechten Zeit

Der Mittelzufluss trifft BASF in einem schwierigen Marktumfeld. Am Mittwoch verlor der DAX 1,1 Prozent — belastet durch die Eskalation im Iran-Konflikt und steigende Ölpreise. Die BASF-Aktie schloss mit einem kleinen Minus.

Auf Jahressicht hat die Aktie dennoch rund 20 Prozent zugelegt. Aktuell notiert sie mit einem Abstand von gut acht Prozent zum 52-Wochen-Hoch bei 55,05 Euro. Der RSI liegt bei knapp 42 — ein Hinweis auf leichten Verkaufsdruck, aber noch weit von ĂŒberverkauften Niveaus entfernt.

Analysten werten den Fortschritt beim LackgeschĂ€ft als wichtigen Schritt in der Portfoliostrukturierung. Mit der EU-Freigabe fĂ€llt die letzte große regulatorische HĂŒrde. Der Abschluss soll noch im laufenden Jahr 2026 erfolgen.

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Digitale Kommunikation: Technik gut, Strategie ausbaufÀhig

Abseits des Deals erhielt BASF in einer Studie von Instinctif Partners eine gemischte Bewertung. Im Bereich Chemie/Pharma teilt sich der Konzern vier Sterne mit Bayer und Merck. Bei der handwerklichen Nutzung digitaler KanĂ€le schneidet BASF stark ab — 90 von 100 Punkten in den Kategorien Verhalten und Übermittlung. Bei der thematischen Positionierung hingegen nur 50 Punkte. Der Konzern kommuniziert vergleichsweise wenig ĂŒber seine eigene Digitalisierungsstrategie — ein Kontrast zur sonst professionellen Außendarstellung.

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