BASF, Aktie

BASF Aktie: Silikate weg, Stellenabbau weiter

Veröffentlicht: 20.05.2026 um 20:16 Uhr, Redaktion boerse-global.de

BASF verkauft Silikatsparte an US-Konzern und startet Sparprogramm CoreShift. Stellenabbau und Kostensenkung bis 2029 geplant.

BASF Aktie: Silikate weg, Stellenabbau weiter Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de
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Weniger GeschĂ€fte, weniger Personal, weniger Fixkosten — BASF dreht die Sparschraube konsequent weiter. Der Chemiekonzern hat heute gleich zwei Botschaften in die Welt gesetzt, die auf dasselbe Ziel einzahlen: den Umbau des Konzerns beschleunigen.

Silikateverkauf macht den Weg frei

Das SilikategeschĂ€ft am Standort DĂŒsseldorf-Holthausen geht an den US-Spezialchemiekonzern PQ Corp aus Pennsylvania. Eine Vereinbarung sei unterzeichnet, der Vollzug fĂŒr die zweite JahreshĂ€lfte geplant. Finanzielle Details nannte BASF nicht. Das GeschĂ€ft war bislang Teil des Bereichs Care Chemicals — nun wird es aus dem Kernkonzern herausgelöst, Ă€hnlich wie zuvor das Lack- und das AgrargeschĂ€ft. Vorstandschef Markus Kamieth hatte diese erste Bereinigungsrunde als weitgehend abgeschlossen bezeichnet.

CoreShift: Kosten runter, Kopfzahl runter

Das KernstĂŒck der heutigen AnkĂŒndigung ist das neue Transformationsprogramm "CoreShift". Bis 2029 soll es Nettoeinsparungen von bis zu 20 Prozent im KerngeschĂ€ft gegenĂŒber 2024 bringen — und das konzernweit: alle KerngeschĂ€fte, Serviceeinheiten, Konzernzentrale. Kamieth machte keinen Hehl daraus, dass das auch Stellen kostet. "Es wird zu einem neuen KerngeschĂ€ft mit weniger Personal fĂŒhren", sagte der Vorstandschef.

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Die Zahl gibt dem eine konkrete Dimension: Seit Anfang 2024 sind bereits rund 2.800 Stellen in Ludwigshafen weggefallen, die weltweite BeschĂ€ftigung lag im ersten Quartal bei rund 106.000 — gut 5.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. CoreShift, geleitet von Julia Raquet und direkt an Kamieth berichtet, setzt diesen Trend fort. Betriebsbedingte KĂŒndigungen in Ludwigshafen bleiben dabei bis Ende 2028 ausgeschlossen — so sieht es die Ende 2025 vereinbarte Standortvereinbarung vor.

Kamieth betont, das Programm sei keine Reaktion auf eine mögliche Konjunkturverschlechterung, sondern von Beginn an Teil der 2024 vorgestellten "Winning Ways"-Strategie. Kein Wunder, dass der Markt dennoch vorsichtig reagiert: Die Aktie notierte heute zeitweise 1,78 Prozent tiefer bei 51,37 Euro. Das Ausmaß des anstehenden Personalabbaus bleibt vorerst offen — konkrete Zahlen zu CoreShift will BASF offenbar erst noch liefern.

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