BASF investiert in Taiwan fĂŒr Materialherstellung fĂŒr Chips von morgen
Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 12:57 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDas Unternehmen hat eine AbsichtserklÀrung mit dem taiwanischen Wirtschaftsministerium unterzeichnet, wie BASF in Ludwigshafen mitteilte. Geplant sind zusÀtzliche ProduktionskapazitÀten, bessere Möglichkeiten zur QualitÀtsanalyse und ein erweitertes Innovationszentrum am Standort Taoyuan. Damit will BASF von der wachsenden Nachfrage nach modernsten Halbleitertechnologien profitieren.
KĂŒrzere Wege zu den Kunden
Die Investition soll vor allem die Entwicklung und Herstellung von Materialien fĂŒr besonders leistungsfĂ€hige Chips unterstĂŒtzen. Auch der steigende Bedarf an Halbleitern fĂŒr Anwendungen mit KĂŒnstlicher Intelligenz treibt die Nachfrage nach hochreinen Spezialchemikalien. BASF wolle mit dem Ausbau auch seine technischen und analytischen Möglichkeiten erweitern, hieĂ es.
Taiwan zĂ€hlt zu den wichtigsten Zentren der weltweiten Halbleiterindustrie. BASF sieht dort langfristiges Potenzial: Bereits 2025 hatte der Konzern die Leitung seiner globalen GeschĂ€ftseinheit fĂŒr Elektronikmaterialien auf die Insel verlegt: "Taiwan ist ein globales Zentrum fĂŒr Halbleiterinnovation und -fertigung." Die Investition solle die Bedeutung des Standorts weiter stĂ€rken.
Taiwan als strategischer Standort
Neben zusĂ€tzlichen ProduktionskapazitĂ€ten will BASF die QualitĂ€tssicherung und technische Dienstleistungen vor Ort ausbauen. Kunden sollen zuverlĂ€ssiger beliefert werden und schneller technische UnterstĂŒtzung erhalten. Zudem soll die engere Zusammenarbeit mit Industriepartnern die Entwicklung neuer Materialien beschleunigen. Nach Unternehmensangaben ist BASF seit mehr als 20 Jahren mit seinem GeschĂ€ft fĂŒr Elektronikmaterialien in Taiwan vertreten.
Auch in China ist BASF stark engagiert: In Zhanjiang betreibt der Konzern seit MĂ€rz einen integrierten Verbundstandort. Das Projekt gehört zu den gröĂten Einzelinvestitionen in der Unternehmensgeschichte und soll die PrĂ€senz in Asien langfristig stĂ€rken.
Umbau des GeschÀfts in Europa
Parallel prĂŒft BASF Möglichkeiten, das GeschĂ€ft in Europa effizienter aufzustellen. Dazu hat der Konzern mit der chinesischen Highsun Holding Group eine unverbindliche AbsichtserklĂ€rung ĂŒber ein mögliches Gemeinschaftsunternehmen fĂŒr Polyamid 6 unterzeichnet.
Die europĂ€ischen AktivitĂ€ten beider Unternehmen in diesem Bereich könnten in einem Gemeinschaftsunternehmen zusammengefĂŒhrt werden. Ziel seien eine bessere Auslastung der Anlagen, niedrigere Kosten und eine stĂ€rkere Wettbewerbsposition, hatte BASF mitgeteilt.
