Bayer, FDA

Bayer: FDA beschleunigt Asundexian

Veröffentlicht: 20.05.2026 um 08:28 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Bayer erhält FDA-Prioritätsstatus für Schlaganfall-Medikament und legt PCB-Rechtsstreit bei. Quartalsgewinn steigt auf 2,76 Mrd. Euro.

Bayer: FDA beschleunigt Asundexian Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de
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Bayer meldet Fortschritte an zwei Fronten. Während die US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung eines Hoffnungsträgers beschleunigt, räumt der Konzern teure Altlasten aus dem Weg. Das Timing könnte kaum besser sein.

Die FDA gewährt dem Wirkstoff Asundexian den Status einer vorrangigen Prüfung. Das verkürzt den Weg in den US-Markt erheblich. Diese Einstufung ist für Medikamente reserviert, die erhebliche Verbesserungen bei der Behandlung schwerer Krankheiten versprechen. Parallel dazu akzeptierte das japanische Gesundheitsministerium den Zulassungsantrag.

Beschleunigtes Verfahren für Asundexian

Der medizinische Bedarf ist gewaltig. Jährlich erleiden weltweit etwa 12 Millionen Menschen einen Schlaganfall. Jeder zehnte Überlebende erleidet innerhalb eines Jahres einen Rückfall. Asundexian soll dieses Risiko senken, ohne gefährliche Blutungen auszulösen.

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Bayer schließt parallel dazu weitere Vergleiche für die Tochter Monsanto ab. Der Konzern zahlt insgesamt 133 Millionen Dollar an die US-Bundesstaaten Michigan und Rhode Island. Damit enden Vorwürfe wegen Umweltverschmutzung durch PCB. Indes blickt der Markt gespannt auf den US-Supreme-Court. Das Gericht prüft derzeit, ob Bundesrecht die Klagen wegen Glyphosat-Etiketten stoppen kann.

Milliardengewinne und hohe Schulden

Die operativen Zahlen stabilisieren sich. Im ersten Quartal 2026 erzielte Bayer einen Nettogewinn von 2,763 Milliarden Euro. Der Konzernumsatz stieg währungsbereinigt um 4,1 Prozent auf 13,405 Milliarden Euro.

Dennoch drückt eine Schuldenlast von rund 32,5 Milliarden Euro auf die Bilanz. Hohe Abflüsse für Rechtsstreitigkeiten belasteten das Quartalsergebnis zusätzlich. Das Pharma-Segment trägt weiterhin fast 40 Prozent zum Gesamtumsatz bei.

Der Erfolg von Asundexian ist für Bayer existenziell. Neue Medikamente müssen die Umsatzverluste durch auslaufende Patente auffangen. Ein Urteil des Supreme Court zum Glyphosat-Thema wird noch in diesem Jahr erwartet.

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