Bayer, Krebsmedikament

Bayer verkauft Krebsmedikament Stivarga an Grünenthal

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 17:10 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Bayer DE000BAY0017 veräußert sein Krebsmedikament Stivarga wenige Jahre vor dem Ablauf des Patentschutzes an den Pharmakonzern Grünenthal.

Die Akquisition des oralen Medikaments zur Behandlung bestimmter fortgeschrittener Krebserkrankungen für bis zu 375 Millionen Euro soll bis Ende 2026 oder Anfang 2027 abgeschlossen sein, wie Grünenthal am Montag mitteilte.

"Der Verlust des Exklusivitätsschutzes für Stivarga wird in der Europäischen Union für das Jahr 2029 und in den Vereinigten Staaten (USA) für das Jahr 2030 erwartet, hieß es von Grünenthal weiter. Das Medikament dürfte 2027 einen Beitrag zum Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von bis zu rund 100 Millionen Euro leisten.

Bayer hatte 2025 mit Stivarga einen Umsatz von 338 Millionen Euro erzielt, gut ein Viertel weniger als 2024. Im ersten Halbjahr 2026 erlöste der Konzern mit dem Medikament noch 148 Millionen Euro. Angaben zum Gewinn machte Bayer nicht.

Erst im Sommer hatte der im Zuge der US-Glyphosatklagewelle von hohen Schulden belastete Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer einen Deal mit der Beteiligungsgesellschaft Apollo US03769M1062 bekannt gegeben. Apollo erhält eine Minderheitsbeteiligung an einer neuen Gesellschaft, in die Bayer das Geschäft mit reversiblen Langzeit-Verhütungsmitteln einbringt. Dadurch sichert sich Bayer den damaligen Angaben zufolge drei Milliarden Euro Eigenkapital.

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