GesprÀche, Krieg

Weitere GesprÀche zum Krieg im Libanon - Aussichten ungewiss

02.06.2026 - 19:41:52 | dpa.de

Begleitet von großer Skepsis sind die GesprĂ€che zum Krieg zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon in die nĂ€chste Runde gegangen.

Die vierte Verhandlungsrunde von Regierungsvertretern Israels und des Libanons in Washington am Dienstag sei eine Vorbereitung fĂŒr das wichtigere Treffen an diesem Mittwoch, hieß es aus Regierungskreisen aus der libanesischen Hauptstadt Beirut. Dann sollten auch ein schrittweiser Abzug von Israels Truppen aus dem Nachbarland, die Stationierung der libanesischen Armee und eine Festigung der Waffenruhe Thema werden.

Die Waffenruhe war im April nach US-Vermittlung verkĂŒndet worden und gilt formell zwischen den verfeindeten NachbarlĂ€ndern Israel und dem Libanon. Die Hisbollah, gegen die Israel im Libanon kĂ€mpft, ist aber nicht an den GesprĂ€chen beteiligt. Sie sieht Verhandlungen als Kapitulation und lehnt auch eine schon lĂ€nger geforderte Entwaffnung ab.

Ernsthaftes Interesse an einer umfassenden Waffenruhe

Die Delegationen hĂ€tten am Dienstag unter anderem die Lage in den Vororten Beiruts diskutiert, berichtete der libanesische Fernsehsender LBCI. Es gebe ein ernsthaftes Interesse und klare BemĂŒhungen zu einer umfassenden Waffenruhe, berichtete der libanesische Sender MTV unter Berufung auf Quellen im PrĂ€sidentenpalast. Dieses Ziel akzeptierten auch Israel und die USA. Die drei Parteien hĂ€tten dafĂŒr entsprechende VorschlĂ€ge prĂ€sentiert.

Libanons MinisterprĂ€sident Nawaf Salam sagte, eine stabile Waffenruhe fĂŒr das ganze Land sei das Hauptziel der GesprĂ€che. Die Verhandlungen seien die "gĂŒnstigste Möglichkeit fĂŒr den Libanon und die Libanesen", teilte er mit. Damit könne die "Besatzung" durch Israel im Land schneller beendet werden und die Bewohner des SĂŒdens in ihre StĂ€dte und Dörfer zurĂŒckkehren.

US-PrĂ€sident Donald Trump hatte am Montagabend nach Tagen der Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah etwas Hoffnung auf eine EntschĂ€rfung der Situation geschĂŒrt. Beide Seiten wĂŒrden ihre gegenseitigen Angriffe zunĂ€chst stoppen, erklĂ€rte er auf seiner Plattform Truth Social. Zudem werde Israel keine Truppen nach Beirut entsenden. Israels MinisterprĂ€sident Benjamin Netanjahu erklĂ€rte allerdings, die Armee werden ihren Einsatz im SĂŒdlibanon wie geplant fortsetzen. Auch Angriffe in Beirut seien weiterhin möglich, wenn die Hisbollah ihre Angriffe auf israelische StĂ€dte nicht einstellen wĂŒrde.

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