Unruhen, Iran

Erneut Unruhen im Iran - Augenzeugen: Tote

03.01.2026 - 19:20:55 | dpa.de

Bei den andauernden Unruhen im Iran ist es nach Angaben von Augenzeugen im Westen des Landes zu gewaltsamen ZusammenstĂ¶ĂŸen zwischen Demonstrierenden und SicherheitskrĂ€ften gekommen.

Augenzeugen in der Provinz Ilam berichten von mehreren Toten und ebenso vielen Verletzten in der Kleinstadt Malekschahi. Zudem seien mehrere Demonstrierende festgenommen worden.

Den Augenzeugen zufolge könnte die Rede des obersten FĂŒhrers Ali Chamenei die SicherheitskrĂ€fte ermutigt haben, in Ilam hĂ€rter gegen die Demonstrierenden vorzugehen. In seiner ersten Stellungnahme zu den Protesten hatte Chamenei am Samstag jeglichen Dialog mit den "Unruhestiftern" abgelehnt und strenge Maßnahmen gegen sie gefordert. Die Proteste bezeichnete er als Verschwörung in- und auslĂ€ndischer Feinde Irans, die konsequent unterbunden werden mĂŒsse.

Keine genauen offiziellen Zahlen zu Festnahmen und Toten

Da die Behörden keine genauen Zahlen zu Festnahmen und TodesfĂ€llen nennen, lassen sich die Berichte in den sozialen Medien sowie die vorliegenden Aussagen von Augenzeugen nicht unabhĂ€ngig verifizieren. Die Polizei spricht jedoch von einem "bewaffneten Aufstand", der konsequent bekĂ€mpft werden mĂŒsse.

Auch in der Hauptstadt Teheran berichteten Augenzeugen von einer neuen Verhaftungswelle gegen die Demonstrierenden. Besonders im Stadtzentrum und in der NĂ€he der UniversitĂ€t Teheran soll es erneut zu heftigen Protesten und ZusammenstĂ¶ĂŸen mit Polizei und SicherheitskrĂ€ften gekommen sein. Es soll auch zu Festnahmen gekommen sein.

Oberster FĂŒhrer Chamenei in der Kritik

Die Proteste richten sich mittlerweile in erster Linie gegen Chameneis Person. Die Demonstrierenden werfen dem 86-jĂ€hrigen Kleriker vor, das Land mit seiner kompromisslosen Politik in die internationale Isolation und damit in die schwerste Wirtschaftskrise seiner Geschichte gefĂŒhrt zu haben. Zudem kritisieren sie, dass er die finanziellen Ressourcen des Landes eher fĂŒr den Kampf gegen Israel als fĂŒr die eigene Bevölkerung einsetze.

Die seit sieben Tagen andauernden Proteste, die ursprĂŒnglich in Teheran begonnen hatten, weiteten sich Berichten zufolge inzwischen auf mehr als 70 Prozent des Landes aus. Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten sind bislang mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen, darunter auch ein Mitglied der Revolutionsgarden in der Provinz Kurdistan im Westen des Landes - darin sind die jĂŒngsten VorfĂ€lle nicht eingerechnet. Mehr als hundert Demonstrierende sollen festgenommen worden sein. Einige dieser FĂ€lle wurden auch von Staatsmedien bestĂ€tigt.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis   Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
de | boerse | 68455512 |