VertrÀgen, Beschwerden

Ärger mit aufgedrĂ€ngten VertrĂ€gen - Mehr Beschwerden

20.04.2025 - 14:43:10 | dpa.de

Bei den Verbraucherzentralen in Deutschland sind im vergangenen Jahr mehr als 295.000 Beschwerden eingegangen - 17.000 mehr als 2023.

Das teilte der Bundesverband in Berlin der Deutschen Presse-Agentur mit. Davon habe sich jede achte Beschwerde auf aufgedrÀngte VertrÀge bezogen. Das sei ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent.

In Summe gingen in den Beratungsstellen mehr als 37.000 Beschwerden wegen VertrĂ€gen ein, die bei nĂ€herem Überlegen wohl so nicht abgeschlossen worden wĂ€ren. Gut jede vierte dieser Beschwerde habe sich auf einen telefonisch untergeschobenen Vertrag (26 Prozent) bezogen. Teils wissen Verbraucherinnen und Verbraucher nicht, dass sie einen Vertrag geschlossen haben, weil zum Beispiel von Probeabos die Rede war.

Forderung der VerbraucherschĂŒtzer

"Untergeschobene VertrĂ€ge sind ein Dauerbrenner bei den Verbraucherzentralen", sagte GeschĂ€ftsleiterin Michaela Schröder. Sie forderte: "Telefonisch untergeschobene VertrĂ€ge sollten erst nach schriftlicher BestĂ€tigung gĂŒltig werden." Die VerbraucherschĂŒtzer warnen seit Jahren davor und fordern vom Gesetzgeber klare Regeln fĂŒr mehr Verbraucherschutz.

"Es ist richtig, dass Union und SPD das im Koalitionsvertrag vereinbart haben und das Thema in der kĂŒnftigen Bundesregierung angehen wollen", sagte Schröder weiter. Das werde Verbrauchern unnötigen Ärger ersparen. Im Koalitionsvertrag heißt es: "Wir schĂŒtzen Verbraucherinnen und Verbraucher umfassend und fĂŒhren deshalb eine allgemeine BestĂ€tigungslösung fĂŒr telefonisch angebahnte DauerschuldverhĂ€ltnisse ein."

Mehr Ärger mit gefĂ€lschten Shops

Die VerbraucherschĂŒtzer registrierten im vergangenen Jahr zudem einen Anstieg bei der Zahl der Beschwerden ĂŒber gefĂ€lschte Verkaufsplattformen, sogenannte Fakeshops. Mehr als 10.000 seien eingegangen und damit 47 Prozent mehr als im Jahr 2023. Bei solchen Portalen können Produkte bestellt, aber sie werden nach dem Bezahlen nie geliefert.

In die Statistik flossen den Angaben zufolge Daten aller 16 Verbraucherzentralen in den rund 200 Beratungsstellen in Deutschland ein.

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