Strengere Haftungsregeln bei E-Scooter-UnfÀllen
Veröffentlicht: 09.07.2026 um 23:00 Uhr, dpa.deDer Bundestag hat am spĂ€ten Abend eine GesetzesĂ€nderung verabschiedet, durch die die GeschĂ€digten leichter an Schadenersatz kommen sollen. "Wer mit der Vermietung von E-Scootern Geld verdient, muss auch Verantwortung fĂŒr die SchĂ€den ĂŒbernehmen, die mit seinen Fahrzeugen verursacht werden", erlĂ€uterte Justizministerin Stefanie Hubig (SPD).
Deshalb fĂŒhrt der Bundestag eine verschuldensunabhĂ€ngige Halterhaftung ein. Damit muss der Betreiber einer E-Roller-Flotte fĂŒr die Unfallkosten aufkommen, wenn es nicht gelingt, den eigentlichen Verursacher zu belangen. Bei UnfĂ€llen mit parkenden Elektroscootern mĂŒssen GeschĂ€digte auĂerdem nicht mehr nachweisen, dass ein Fahrer das Fahrzeug fehlerhaft abgestellt hat.
Drastischer Anstieg von UnfÀllen
Seit in Deutschland immer mehr E-Scooter unterwegs sind, ist die Zahl der UnfĂ€lle mit sogenannten Elektrokleinstfahrzeugen deutlich gestiegen: von rund 4.000 im Jahr 2021 auf fast 8.000 UnfĂ€lle im Jahr 2024. Bislang blieben GeschĂ€digte oft auf ihren Kosten sitzen, weil die Elektroroller von den strengen Haftungsregeln fĂŒr Kraftfahrzeuge ausgenommen waren.
Die GesetzesĂ€nderung betrifft aber nur "selbstbalancierende" Fahrzeuge wie Elektroroller und sogenannte Segways. SitzrasenmĂ€her sind damit ebenso von den verschĂ€rften Haftungsregeln ausgenommen wie Elektromobile fĂŒr Gehbehinderte.
