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Berliner Projekt schult Beratungsstellen gegen Stalkerware

27.04.2026 - 00:25:36 | boerse-global.de

Neue Initiative in Berlin vermittelt Sozialarbeitern Techniken zur Erkennung von Überwachungssoftware auf Smartphones.

Berliner Projekt schult Beratungsstellen gegen Stalkerware - Foto: über boerse-global.de
Berliner Projekt schult Beratungsstellen gegen Stalkerware - Foto: über boerse-global.de

Digitale Gewalt rückt in den Fokus: Ein neues Berliner Projekt soll Frauenhäuser und Beratungsstellen im Kampf gegen Überwachungssoftware stärken.

In Berlin startete diese Woche das Projekt „Ein Team gegen digitale Gewalt“. Der ITUJ e.V. schult Fachkräfte darin, Stalkerware auf Smartphones zu erkennen und zu neutralisieren. Die Initiative wird von der Berliner Senatsverwaltung gefördert und schließt eine entscheidende Lücke: Viele Betroffene bemerken die heimliche Überwachung erst spät.

Diese Programme erlauben Tätern, Standorte, Nachrichten und sogar Kameras aus der Ferne zu kontrollieren. Das Projekt vermittelt Sozialarbeitern nun das nötige technische Know-how, um fremde Zugriffe sicher zu stoppen.

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Gesetze gegen digitale Überwachung

Das Bundesjustizministerium arbeitet bereits an einem Gesetz gegen digitale Gewalt. Der Entwurf sieht Geld- oder Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren vor. Grundlage dafür ist die EU-Richtlinie 2024/1385 zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen.

Diese verpflichtet Mitgliedstaaten zu Mindeststandards gegen digitales Stalking. Die rechtlichen Grauzonen, in denen sich Stalkerware-Anbieter bewegen, sollen damit verschwinden.

Technik hilft – aber nicht allein

Apple und Google führten im Mai 2024 die Spezifikation „Detecting Unwanted Location Trackers“ ein. Seither warnen iOS und Android, wenn fremde Bluetooth-Tracker wie AirTags unbemerkt mitgeführt werden. Hersteller wie Chipolo, eufy und Motorola machen ihre Geräte kompatibel.

Doch Experten warnen: Täter nutzen oft legale Apps zur Kindersicherung oder Fernwartung missbräuchlich. Technische Lösungen allein reichen nicht.

Alarmierende Zahlen

Sicherheitsfirmen wie Kaspersky melden steigende Erkennungszahlen von Stalkerware. Deutschland, Italien und Frankreich sind besonders betroffen. Studien zeigen: Sieben von zehn Frauen, die Cyberstalking erlebten, erfuhren auch physische Gewalt in der Partnerschaft.

Die Dunkelziffer bleibt hoch. Viele Programme tarnen sich als harmlose Anwendungen und sind tief im System verankert.

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Was als Nächstes kommt

Die EU-Kommission legte im Februar 2026 einen Aktionsplan vor. Geplant ist eine EU-weite App zur Meldung von Online-Missbrauch. Sie soll Beweise rechtssicher sichern und den Zugang zu Hotlines erleichtern.

Sicherheitsanbieter arbeiten zudem an KI-gestützten Filtern, die untypische Datenabflüsse erkennen. Die Kombination aus Technik, Beratung und schärferen Gesetzen soll Tätern künftig weniger Angriffsfläche bieten.

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