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UBS braucht wegen Auflagen zusÀtzliches Kapital in Milliardenhöhe

06.06.2025 - 16:49:57 | dpa.de

BERN - Neue Maßnahmen zur Verbesserung der BankenstabilitĂ€t verschĂ€rfen die Kapitalanforderungen fĂŒr die schweizerische Großbank UBS CH0244767585 in einigen Jahren erheblich.

(neu: Kursreaktion)

BERN (dpa-AFX) - Neue Maßnahmen zur Verbesserung der BankenstabilitĂ€t verschĂ€rfen die Kapitalanforderungen fĂŒr die schweizerische Großbank UBS CH0244767585 in einigen Jahren erheblich. Das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) bezifferte den zusĂ€tzlichen Bedarf an hartem Eigenkapital fĂŒr UBS aufgrund der neuen Bestimmungen auf Basis der aktuellen Bilanz am Freitag auf insgesamt rund 26 Milliarden Dollar. In vollem Umfang dĂŒrften die Bestimmungen jedoch frĂŒhestens in zehn Jahren in Kraft treten.

Letzteres dĂŒrfte auf Anleger beruhigend gewirkt haben. Nach einem kurzen Schock unmittelbar nach der Veröffentlichung legten UBS-Titel zuletzt um gut vier Prozent zu.

Heftig auswirken wird sich die neue Anforderung, auslĂ€ndische Tochtergesellschaften kĂŒnftig vollstĂ€ndig mit Eigenmitteln zu unterlegen. Einen deutlich geringeren Einfluss haben die strengeren Anforderungen fĂŒr die Bewertung bestimmter Vermögenswerte wie Software oder Steuergutschriften.

Von den 26 Milliarden Dollar machen die verschĂ€rften Anforderungen fĂŒr die Auslandstöchter rund 23 Milliarden aus. UBS hatte diese Vorschrift zuvor heftig bekĂ€mpft. Nun wird noch eine Unterlegung der Auslandstöchter zu rund 60 Prozent verlangt. Auf der Grundlage der weiteren Bestimmungen kommen rund 3 Milliarden dazu.

Immerhin gibt es im Gegenzug eine gewisse Erleichterung bei den Anforderungen zum Fremdkapital. So sinkt der Bedarf an sogenannten AT1-Anleihen um 8 Milliarden US-Dollar. Diese gelten als Hybridkapital. Sie sollen bei der Schieflage einer Bank Verluste auffangen und gehören zu den teuersten Schulden einer Bank.

Zur Frage, welche Zusatzkosten UBS aus den verschĂ€rften Anforderungen stemmen muss, hat EFD zwei Gutachten in Auftrag gegeben. Laut der ersten Stellungnahme wĂŒrde ein Bedarf von 20 Milliarden Dollar an zusĂ€tzlichem Eigenkapital die jĂ€hrlichen Gesamtfinanzierungskosten der Großbank um rund 640 Millionen Dollar erhöhen.

Das zweite Gutachten schĂ€tzt die jĂ€hrlichen Gesamtfinanzierungskosten auf 800 Millionen bis 1,3 Milliarden Dollar. Die tatsĂ€chlichen Kosten dĂŒrften aber ohnehin stark von Entscheidungen des Bankmanagements abhĂ€ngen, betonte EFD.

UBS erhĂ€lt zudem zum Aufbau des zusĂ€tzlichen Eigenkapitals einige Jahre Zeit. Das entsprechende Gesetz dĂŒrfte auch bei rascher Behandlung durch das Parlament nicht vor 2028 in Kraft treten. Danach sieht es eine Übergangsfrist von "mindestens 6 bis 8 Jahren" vor. Ob der Kapitalaufbau wĂ€hrend der Übergangszeit linear erfolgen muss, lĂ€sst EFD offen.

Die Behörde geht allerdings davon aus, dass UBS den verlangten Kapitalaufbau "im Idealfall" ohne externe Kapitalaufnahme und auch ohne ĂŒbermĂ€ĂŸige EinschrĂ€nkung beim Wachstum oder bei den KapitalausschĂŒttungen stemmen kann. Es verweist auch darauf, dass die Bank bestimmte Anforderungen bereits heute ĂŒbererfĂŒlle. Insgesamt sei die effektive KapitallĂŒcke wohl wesentlich geringer, so die BehördeneinschĂ€tzung.

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