ROUNDUPUSA, BeschÀftigung

BeschÀftigung schwÀchelt etwas - Sorge vor höheren Zinsen gedÀmpft

Veröffentlicht: 02.07.2026 um 16:00 Uhr, dpa.de

In den USA ist die BeschĂ€ftigung im Juni deutlich hinter den Erwartungen zurĂŒckgeblieben.

Die BeschĂ€ftigtenzahl stieg viel schwĂ€cher als erwartet. Außerhalb der Landwirtschaft legte sie um 57.000 zu, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit 113.000 neuen Stellen gerechnet. Der BeschĂ€ftigungsaufbau in den beiden Vormonaten wurde zudem um insgesamt 74.000 Stellen nach unten revidiert.

GestĂŒtzt wurde der BeschĂ€ftigungsaufbau vor allem durch den Dienstleistungssektor. Der Stellenaufbau konzentrierte sich erneut auf den privaten Gesundheitsbereich. Im Freizeit- und Gastronomiesektor wurde hingegen BeschĂ€ftigung abgebaut. "Die Fußball-Weltmeisterschaft, deren Beginn mit der Erfassungswoche fĂŒr die Arbeitsmarktdaten zusammenfiel, hat wider Erwarten nicht fĂŒr mehr Stellen gesorgt", sagte Bernd Weidensteiner, USA-Experte bei der Commerzbank.

Die Arbeitslosenquote fiel um 0,1 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent. Volkswirte hatten im Schnitt einen unverĂ€nderten Wert von 4,3 Prozent erwartet. Grund fĂŒr die positive Entwicklung der Quote ist die langsamer wachsende Arbeitsbevölkerung. So hat die Politik von US-PrĂ€sident Donald Trump zu einer geringeren Zuwanderung gefĂŒhrt.

Die Löhne sind wie erwartet gestiegen. GegenĂŒber dem Vormonat legten sie um 0,3 Prozent zu. Volkswirte hatten dies im Schnitt erwartet. Im Vormonat hatte das Lohnplus ebenfalls bei 0,3 Prozent gelegen.

Der Arbeitsmarktbericht ist nach EinschÀtzung von Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank keine EnttÀuschung. "Auch wenn im Juni die Anzahl der neugeschaffenen Stellen geringer ausfÀllt als erwartet, Àndert dies nichts an der Tatsache, dass sich der US-Arbeitsmarkt seit MÀrz wieder im Aufschwung befindet."

Mit Blick auf die US-Notenbank wurden Spekulationen auf eine Leitzinserhöhung gedĂ€mpft. "Die unter den Erwartungen liegenden Jobzahlen dĂŒrften die zwischenzeitlich immer wieder aufgeflammten Diskussionen um eine kurzfristige Zinserhöhung der Fed erst einmal beenden", schreibt Weidensteiner. "Dazu kommt, dass auch die Inflation wieder nachlassen dĂŒrfte." Die deutlich gefallenen Ölpreise wĂŒrden bereits fĂŒr eine Entlastung an der Tankstellen sorgen. "Wir sehen uns in unserer EinschĂ€tzung bestĂ€tigt, dass die Fed in diesem Jahr stillhĂ€lt", schreibt Weidensteiner.

Der US-Dollar EU0009652759 geriet nach den Daten unter Druck. Der Euro stieg auf ein Tageshoch von 1,1473 Dollar. Die Renditen von US-Staatsanleihen gaben etwas nach. Die AktienmÀrkte legten krÀftig zu. Der Dow Jones Industrial US2605661048 kletterte auf ein Rekordhoch. Auch in Europa verzeichneten zahlreiche Indizes Rekorde.

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