Bilfinger-Chef, GeschÀfte

Bilfinger-Chef erwartet wieder bessere GeschÀfte

Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 13:39 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Der Industriedienstleister Bilfinger DE0005909006 zeigt sich nach den RĂŒckschlĂ€gen wegen des Iran-Kriegs im laufenden Jahr zuversichtlich fĂŒr 2027.

"Wir sehen, dass wir ein GeschĂ€ft vor uns haben", sagte Unternehmenschef Thomas Schulz am Donnerstagabend vor Journalisten in Mannheim. Es sehe richtig gut aus. In den vergangenen Wochen habe es noch an Fahrt aufgenommen. Nur mĂŒsse Bilfinger schauen, was in diesem Jahr noch davon von Kunden abgerufen werde. Erst vor gut drei Wochen hatten die Mannheimer ihre Jahresziele gekappt, da Kunden sich wegen der stark gestiegenen Energiekosten zurĂŒckhalten.

Um Bilfinger wieder in die Erfolgsspur zu bringen, will der Konzern mit einem Sparprogramm namens "Agile" gegensteuern. "Es gibt keinen Bereich, wo wir nicht reinschauen", erklĂ€rte Schulz. Neben einem Stellenabbau von bis zu 1.500 Mitarbeitern solle auch die Effizienz verbessert werden. So sollen Maßnahmen weiter gebĂŒndelt, KapazitĂ€ten an verĂ€nderte Marktbedingungen angepasst sowie eine globale Shared-Services-Organisation aufgebaut werden.

"Es ist egal, was am Markt passiert, wir mĂŒssen flexibler werden", betonte der Manager. Mit den Maßnahmen erhöhe Bilfinger die FlexibilitĂ€t in der Organisation und könne dadurch kĂŒnftig schneller und unabhĂ€ngiger auf MarktverĂ€nderungen wie etwa den Konflikt im Mittleren Osten reagieren. UrsprĂŒnglich sollte das Sparprogramm laut dem Bilfinger-Chef schrittweise bis 2030 umgesetzt werden. Aufgrund der Auswirkungen des Iran-Kriegs werde es nun vorgezogen.

Erst einmal kostet das Sparprogramm Geld. Im vierten Quartal sollen 75 Millionen Euro als RĂŒckstellungen gebucht werden, wie Bilfinger Mitte September mitgeteilt hatte. Ab 2028 rechnet der Konzern jĂ€hrlich mit Einsparungen von 75 Millionen Euro.

FĂŒr 2026 rechnet Bilfinger nun mit einem Umsatz von 5,3 bis 5,7 Milliarden Euro. Zuvor hatte der Industriedienstleister 5,4 bis 5,9 Milliarden erwartet. FĂŒr die Marge des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (Ebita) plant das Management jetzt 3,2 bis 3,6 Prozent. Darin enthalten sind Einmalkosten fĂŒr das geplante Sparprogramm. Ohne diesen Posten dĂŒrfte die Marge bei 4,6 bis 5,0 Prozent liegen. Zuvor hatte Bilfinger das untere Ende von 5,8 bis 6,2 Prozent in Aussicht gestellt.

Die Mittelfristziele blieben unverÀndert. Bis 2030 soll der Umsatz pro Jahr - auch mit Hilfe von ZukÀufen - im Schnitt um acht bis zehn Prozent zulegen. Die bereinigte operative Marge soll sich in dieser Zeit auf acht bis neun Prozent verbessern.

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