BP Aktie: Hormuz-Schock trifft Öl-Boom
14.04.2026 - 05:23:06 | boerse-global.deWährend Brent-Rohöl am Montag erstmals seit Jahren die Marke von 100 US-Dollar überschritt, meldete BP gleich zwei Explorationserfolge. Das Zusammentreffen von geopolitischer Eskalation und operativen Fortschritten verleiht dem Konzern gerade in einem außergewöhnlichen Moment Rückenwind.
Namibia und Brasilien: Zwei Schritte nach vorn
Im Walvis-Becken vor Namibias Küste sicherte sich BP eine 60-prozentige Betriebsbeteiligung an drei Offshore-Explorationslizenzen. Verkäufer ist Eco Atlantic Oil & Gas, das eine Anfangszahlung von 2,7 Millionen US-Dollar erhält und mit 25 Prozent an den Blöcken beteiligt bleibt. Ab 2028 kann Eco Atlantic weitere Anteile gegen einen Carry von bis zu 21 Millionen US-Dollar je Block übertragen. Namibia hat sich seit 2022 zu einem der interessantesten Explorationsgebiete weltweit entwickelt, nachdem andere Energiekonzerne dort bedeutende Funde gemacht hatten.
Zeitgleich meldeten BP und Petrobras einen Kohlenwasserstofffund in der Tiefsee des Campos-Beckens vor Brasilien. Das Bohrloch liegt rund 201 Kilometer vor der Küste Rio de Janeiros in knapp 3.000 Metern Wassertiefe. Petrobras führt das Projekt mit 70 Prozent, BP hält die verbleibenden 30 Prozent.
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Hormuz-Blockade treibt Ölpreise
Der eigentliche Kurstreiber kam jedoch von anderswo. Nachdem 21-stündige Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran am Montag scheiterten, verhängte Washington eine Seeblockade gegen iranische Häfen. Brent-Rohöl verteuerte sich daraufhin um 5,7 Prozent auf 100,62 US-Dollar, WTI sprang um 6 Prozent auf 104,23 US-Dollar. Für einen Konzern, der sich strategisch auf margenstarke Öl- und Gasprojekte zurückbesinnt, ist das Timing kaum günstiger denkbar.
Quartalszahlen am 28. April
Am 28. April legt BP seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vor. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 76 Cent — nach 53 Cent im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz wird auf 51,58 Milliarden US-Dollar geschätzt, gegenüber 46,91 Milliarden US-Dollar ein Jahr zuvor. Das Konsensrating der Analysten lautet „Kaufen", die Kursziele reichen von 45,30 bis 54,00 US-Dollar. Der Bericht wird zeigen, wie stark die Namibia-Akquisition und die gestiegenen Rohstoffpreise das Investitionsprogramm und die Kapitalrückflüsse für den Rest des Jahres beeinflussen.
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