BrÀnde, Griechenland

BrÀnde in Griechenland: HÀufig Stromnetz schuld

Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 15:22 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Das teils veraltete Stromnetz soll einem Medienbericht zufolge fĂŒr rund drei Viertel der bislang in diesem Jahr verbrannten FlĂ€che in Griechenland verantwortlich sein.

Das berichtet die Tageszeitung "Kathimerini" unter Berufung auf vorlÀufige Daten der griechischen Feuerwehr zur Ermittlung von Brandursachen.

Sowohl die großen WaldbrĂ€nde Ende Juli auf Kreta als auch die verheerenden BrĂ€nde westlich von Athen Anfang August wurden demnach mit dem Stromnetz in Verbindung gebracht. Auslöser können zum Beispiel FunkenschlĂ€ge durch MaterialschĂ€den oder Verschleiß sein, die trockenes GebĂŒsch entzĂŒnden.

Wartung wie beim Auto

"Das Netz braucht Wartung, so wie ein Auto zur Inspektion muss", zitiert die Zeitung einen Techniker. "Wenn das Notwendige nicht gemacht wird, kann es zwar weiterlaufen - aber man weiß nicht, wie lange und wie sicher."

Der Großteil des rund 250.000 Kilometer langen griechischen Stromnetzes verlĂ€uft ĂŒberirdisch. Der teilprivatisierte Netzbetreiber Deddie greife bei der Wartung des "in weiten Teilen ĂŒberalterten" Netzes auf Privatunternehmen zurĂŒck, kritisieren Techniker anonym gegenĂŒber der "Kathimerini". Zudem sei das Netz ĂŒber die Jahrzehnte aus unterschiedlichen Materialien, von unterschiedlichen Herstellern und nach unterschiedlichen technischen Standards entstanden, was die Wartung erschwere.

Das Netz weitgehend unterirdisch zu verlegen, sei hingegen illusorisch, hieß es weiter. Die Kosten dafĂŒr lĂ€gen in manchen FĂ€llen bis zu fĂŒnfmal so hoch wie bei oberirdischen Stromverbindungen.

Disclaimer...

de | boerse | 69959182 |