BrainChip, Roadmap

BrainChip: Roadmap am 6. Mai in Sydney

01.05.2026 - 13:33:44 | boerse-global.de

BrainChip stellt am 6. Mai die Technologie-Roadmap 2026 vor. Erste Produktion des AKD1500 ist für das dritte Quartal geplant.

BrainChip: Roadmap am 6. Mai in Sydney - Foto: über boerse-global.de
BrainChip: Roadmap am 6. Mai in Sydney - Foto: über boerse-global.de

Starke Umsatzsprünge, schwache Jahresperformance – bei BrainChip klaffen operative Entwicklung und Börsenkurs weit auseinander. Am 6. Mai muss Chief Development Officer Jonathon Tapson liefern. Kurz vor der Hauptversammlung präsentiert er die Technologie-Roadmap für 2026 und gibt den Takt für die kommenden Chip-Generationen vor.

Produktion rückt näher

Der Zeitplan für die neuromorphen Prozessoren steht im Fokus. Im dritten Quartal 2026 peilt das Unternehmen die erste Produktion des AKD1500 an. Rund 70.000 Einheiten sollen dann vom Band rollen. Zielgruppe sind Kunden aus den Bereichen Verteidigung, Robotik und industrieller Sensorik.

Parallel dazu läuft das Nachfolgeprogramm AKD2500. BrainChip investiert rund 2,5 Millionen US-Dollar in die nächste Architektur-Generation, die beim Auftragsfertiger TSMC im 12-Nanometer-Verfahren entsteht. Erste Prototypen für Kundentests sind ebenfalls für das dritte Quartal 2026 geplant.

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Lizenzen und erste Auszeichnungen

Flankiert wird die Entwicklungsarbeit von ersten kommerziellen Erfolgen. Die auf der Akida-Technologie basierende Cybersicherheitslösung MetaGuard.AI gewann kürzlich einen Branchenpreis. Das System erkennt Bedrohungen in Echtzeit direkt auf dem Chip, ohne Umweg über externe Server.

Um die Reichweite zu erhöhen, setzt das Management verstärkt auf Partnerschaften. Neue Lizenzabkommen mit EDGEAI und der Lockheed-Martin-Tochter ForwardEdge ASIC sollen die Marktpräsenz ausbauen. Hinzu kommt Neuromorphyx als Vertriebspartner für den AKD1500-Prozessor. Die Verträge basieren meist auf Meilensteinzahlungen und künftigen Lizenzgebühren, die bei kommerziellem Verkaufsstart fließen.

Der Blick auf die Finanzen

Finanziell zeigt die Kurve nach oben. Im Jahr 2025 kletterte der Umsatz um 374 Prozent auf 1,89 Millionen US-Dollar. Das ist ein massiver prozentualer Sprung, absolut betrachtet aber noch ein niedriges Niveau.

Auf dem Kurszettel spiegelt sich diese Dynamik nur bedingt wider. Zwar legte die Aktie im vergangenen Monat um gut elf Prozent zu, auf Jahressicht steht jedoch ein Minus von rund 45 Prozent. Am 6. Mai rückt die Technologie-Roadmap in den Mittelpunkt. Gelingt es Tapson, einen klaren Weg zu steigenden Lizenzumsätzen aufzuzeigen, könnte das den jüngsten Aufwärtstrend der Aktie stützen. Fällt die Präsentation vage aus, droht ein Test der charttechnischen Unterstützung bei 0,154 Australischen Dollar.

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