Branche: Drohnen an FlughÀfen verursachen MillionenschÀden
Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 13:37 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"2025 ist durch Betriebsunterbrechungen wegen Drohnen ein Schaden von 60 Millionen Euro entstanden, mit Folgekosten waren es 160 Millionen Euro", sagte BDL-PrĂ€sident und DĂŒsseldorfer Flughafenchef Lars Redeligx der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Die Ereignisse in Leipzig haben eindringlich gezeigt, dass die Bedrohungslage eine andere ist als vor ein paar Jahren. Das ist ein Sicherheitsthema und ein wirtschaftliches."
Am 4. August war im Sicherheitsbereich des Flughafens Leipzig/Halle zwischen ukrainischen Frachtmaschinen eine Drohne entdeckt worden. Die Bundesanwaltschaft sprach von einem "schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland". Es besteht zwar die Vermutung, dass Russland dahinterstecken könnte, geklÀrt ist die Urheberschaft aber noch nicht.
Mehr Tempo und auch kleinere FlughÀfen mitdenken
Der BDL-PrĂ€sident fordert nun mehr Tempo beim Drohnenschutz der deutschen FlughĂ€fen. "Die Innenminister aus Bund und LĂ€ndern haben sehr schnell entschieden, acht FlughĂ€fen der kritischen Infrastruktur mit Drohnenschutz auszustatten", erklĂ€rte er. Mittelfristig dĂŒrfe sich der Drohnenschutz aber nicht auf diese ausgewĂ€hlten GroĂflughĂ€fen - also Frankfurt, MĂŒnchen, Berlin, DĂŒsseldorf, Hamburg, Stuttgart, Leipzig und Köln - beschrĂ€nken.
Auf Dauer dĂŒrfe eine Risikobewertung nicht nur an Passagierzahlen oder Flugbewegungen hĂ€ngen, sagte Redeligx. "RegionalflughĂ€fen spielen auch eine wichtige Rolle - zum Beispiel als AusweichplĂ€tze fĂŒr die Bundeswehr." Er gehe davon aus, "dass alle staatlichen Stellen schnellstmöglich Ausschreibungen abschlieĂen und Systeme zum Einsatz bringen".
