Bristol, Myers

Bristol Myers Squibb: 11,5 Milliarden Umsatz im Q1

04.05.2026 - 18:58:18 | boerse-global.de

Bristol Myers Squibb übertrifft Analystenerwartungen dank wachsender neuer Medikamente, während das Krebsmittel Revlimid unter Generikadruck leidet.

Bristol Myers Squibb: 11,5 Milliarden Umsatz im Q1 - Foto: über boerse-global.de
Bristol Myers Squibb: 11,5 Milliarden Umsatz im Q1 - Foto: über boerse-global.de

Wachstumshoffnung gegen Milliardenverlust— bei Bristol Myers Squibb entscheidet derzeit das Tempo der Erneuerung über den Erfolg. Während alte Blockbuster unter Generikadruck leiden, treiben neue Medikamente den Umsatz nach oben. Die jüngsten Quartalszahlen zeigen, dass dieser Umbau schneller vorangeht als von vielen erwartet.

Der Pharmakonzern erzielte im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von 11,5 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 1,58 US-Dollar über den Schätzungen der Analysten.

Impulse aus dem Wachstumsportfolio

Besonders das junge Portfolio lieferte wichtige Impulse. Die Erlöse in diesem Segment kletterten um zwölf Prozent auf 6,2 Milliarden US-Dollar. Hier bündelt das Unternehmen jene Therapien, welche die Lücken durch auslaufende Patente schließen sollen. Ein Großteil dieser Wirkstoffe stammt aus der Integration von Celgene, deren Portfolio die strategische Ausrichtung weiterhin prägt.

Ein Sorgenkind bleibt indes das Krebsmedikament Revlimid. Seit Januar 2026 sind die letzten Beschränkungen für Nachahmerprodukte gefallen, was den Wettbewerb massiv verschärft. Marktbeobachter rechnen damit, dass der weltweite Umsatz von Revlimid bis zum Jahr 2033 auf unter fünf Milliarden US-Dollar sinken wird.

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Zum Vergleich: Im Jahr 2021 steuerte das Mittel noch 12,8 Milliarden US-Dollar zum Gesamtergebnis bei. Dieser Rückgang verdeutlicht, unter welchem Innovationszwang der Konzern steht.

Pipeline und Effizienz im Fokus

Um diesen Erosionsprozess aufzufangen, setzt das Management verstärkt auf die Onkologie und Immunologie. Hoffnung macht hier die Substanz Iberdomide zur Behandlung des multiplen Myeloms. Nach positiven Ergebnissen einer Phase-3-Studie plant das Unternehmen noch im laufenden Jahr die Einreichung der Zulassungsunterlagen.

Flankiert wird die Forschungsarbeit durch ein striktes Sparprogramm. Bis Ende 2027 sollen die jährlichen Kosten um zwei Milliarden US-Dollar sinken. Das Ziel ist eine höhere Produktivität, um den Spielraum für weitere Entwicklungen zu vergrößern.

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Für das Gesamtjahr 2026 hält der Vorstand an seinen Zielen fest. Umsatz und Gewinn je Aktie dürften sich laut aktueller Einschätzung am oberen Ende der prognostizierten Spannen bewegen.

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