British American Tobacco Aktie: 32,5 Mrd. kanadischer Vergleich
Veröffentlicht: 22.05.2026 um 19:27 Uhr, Redaktion boerse-global.de
British American Tobacco steht vor einem Wendepunkt. Ein jahrzehntelanger Rechtsstreit in Kanada steht offenbar vor der Beilegung. Das dürfte eine der größten Unsicherheiten für den Tabakkonzern und die gesamte Branche beseitigen.
Rekordvergleich in Kanada
Die kanadischen Tabakklagen, die seit Jahren gegen die großen Konzerne liefen, sollen mit einem Vergleich von rund 32,5 Milliarden kanadischen Dollar enden. Die Summe entfällt auf British American Tobacco, Philip Morris International und Japan Tobacco gemeinsam.
Für BAT war dieser Fall lange ein Damoklesschwert. Institutionelle Investoren verfolgten die Entwicklung genau, die potenziellen Verbindlichkeiten belasteten die Bewertung des an der Londoner Börse notierten Konzerns. Mit der Einigung rückt nun ein zentrales Risiko aus dem Fokus. Die Aktie notiert mit 56,24 Euro nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 57,18 Euro.
FDA-Signal für neue Produkte
Parallel dazu zeichnet sich eine regulatorische Entspannung in den USA ab. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat signalisiert, die Durchsetzung von Maßnahmen gegen bestimmte nicht zugelassene E-Zigaretten und Nikotinbeutel zurückzustellen – vorausgesetzt, die Hersteller haben einen Antrag auf Marktzulassung eingereicht.
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Das ist relevant für BATs "New Categories"-Portfolio mit den Marken Vuse (Vaporizer) und Velo (Nikotinbeutel). Velo hat in mehreren internationalen Märkten eine führende Position erreicht, in den USA liegt die Marke bei Volumen und Wert auf Platz zwei. Die rauchfreien Produkte erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2025 rund 18,2 Prozent des Konzernumsatzes. Das Management peilt für die Mitte des nächsten Jahrzehnts 50 Prozent an.
Prognose und Kapitalrückflüsse
Für 2026 bestätigt BAT die Finanzprognose, erwartet das Ergebnis aber am unteren Ende der Spanne. Das Umsatzwachstum zu konstanten Wechselkursen soll zwischen drei und fünf Prozent liegen.
Das laufende Aktienrückkaufprogramm über 1,3 Milliarden Pfund bleibt aktiv. Hinzu kommt eine bestätigte vierteljährliche Dividende; für das Geschäftsjahr 2025 lag die Ausschüttung bei 245,04 Pence je Aktie. Die Führungsetage bereitet zudem einen Wechsel vor: Ein neuer Finanzvorstand soll im September 2026 seinen Posten antreten.
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Für BAT fallen damit gleich zwei dicke Steine vom Weg – der kanadische Rechtsstreit wird abgeschlossen, aus den USA kommt Rückenwind für die Zukunftstechnologien. Ob die Anleger diese Hausaufgaben mit weiteren Kursgewinnen belohnen, wird sich in den kommenden Monaten entscheiden.
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