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Broadcom Tomahawk 5: Switch-Chip für 800G-Rechenzentren

14.06.2026 - 07:25:48 | ad-hoc-news.de

Mit dem Tomahawk-5-Switch-Chip adressiert Broadcom den Bedarf hyperskalierender Rechenzentren nach 800G-fähigen Netzwerken. Der ASIC soll bis zu 25,6 Tbit/s Durchsatz, hohe Energieeffizienz pro Bit und umfangreiche Telemetrie-Funktionen in einem Baustein bündeln.

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Verantwortlich: ad hoc news Fachredaktion B2B & Profi. Vor der Veroeffentlichung am 14.06.2026, 07:24:38 Uhr geprueft. Details im Impressum.

Broadcom setzt im Netzwerkgeschäft auf hohe Bandbreiten: Mit dem Switch-ASIC Tomahawk 5 adressiert der Konzern Betreiber von Hyperscale- und Cloud-Rechenzentren, die ihre Infrastrukturen auf 800G-Ethernet heben wollen. Der Chip bietet laut Hersteller eine Portkapazität von bis zu 64 x 400G oder 32 x 800G und einen Gesamt-Durchsatz von 25,6 Terabit pro Sekunde, ausgelegt für Spine- und Leaf-Switches der nächsten Generation.[Broadcom Produktseite] Für deutsche Unternehmenskunden kommt der Baustein vor allem über Systempartner und OEM-Switch-Anbieter in den Markt.

Was der Broadcom Tomahawk 5 im Detail leistet

Der Broadcom Tomahawk 5 ist ein hochintegrierter Ethernet-Switch-ASIC für Datacenter-Fabrics, der laut Datenblatt mit 25,6 Tbit/s nicht blockierendem Switching-Durchsatz der fünften Tomahawk-Generation entspricht und auf 5-nm-Prozesstechnologie basiert, um die Energieaufnahme pro transportiertem Bit weiter zu senken.[Technische Spezifikation] Der Chip unterstützt bis zu 256 SerDes-Lanes mit 100G PAM4, sodass sich unterschiedliche Portkonfigurationen mit 100G, 200G, 400G und 800G in einem einzigen Design abbilden lassen, was Switch-Herstellern Flexibilität bei der Portdichte pro Gerät verschafft.

Für Betreiber von Hyperscale-Rechenzentren ist nicht nur die Rohbandbreite entscheidend, sondern auch die Effizienz: Broadcom gibt für Tomahawk 5 eine Verbesserung der Energieeffizienz im Vergleich zur Vorgängergeneration Tomahawk 4 an, unter anderem durch den Wechsel auf eine feinere Strukturbreite und optimierte SerDes.[Produktankündigung] Damit zielt der Hersteller auf Betreiber ab, die unter steigenden Strompreisen und CO2-Zielen ihre Netzwerk-Layer modernisieren müssen, ohne die Gesamtleistungsaufnahme des Racks ausufern zu lassen.

Ein weiteres Argument für Tomahawk 5 sind integrierte Telemetrie- und Monitoring-Funktionen: Der Chip unterstützt laut Broadcom Echtzeit-Flussmetriken und Inband-Network-Telemetry (INT), wodurch Paketpfade und Latenzen im laufenden Betrieb ausgelesen werden können, um Engpässe schneller zu identifizieren.[Portfolio-Übersicht] Gerade in Umgebungen mit KI- und HPC-Workloads, in denen verteilte Trainingsjobs äußerst sensibel auf Jitter und Paketverluste reagieren, erleichtert diese Transparenz das Troubleshooting und die Kapazitätsplanung.

Im Portfolio von Broadcom positioniert sich Tomahawk 5 als B2B-Baustein für generische Cloud-Fabrics, während andere Switch-Familien wie Trident stärker auf Enterprise-Campus-Netzwerke und Jericho auf Wide-Area- und Routing-Anwendungen zielen.[Ethernet-Switching-Übersicht] Die Tomahawk-Reihe kommt in der Regel nicht direkt beim Endkunden an, sondern über OEMs und Systemintegratoren, die mit den ASICs eigene Top-of-Rack- und Spine-Switches bauen, häufig auch als Whitebox-Lösungen mit offenen Netzwerkbetriebssystemen.

Preisangaben auf Chip-Ebene veröffentlicht Broadcom nicht öffentlich, doch in der Praxis beeinflussen die Kosten des Switch-ASICs maßgeblich den Straßenpreis kompletter 400G- und 800G-Switches, die je nach Portdichte und Feature-Set schnell in den fünf- bis sechsstelligen Euro-Bereich reichen können. Für den deutschen Markt sind entsprechende Systeme über große Netzwerkhersteller, spezialisierte Distributor-Partner und Systemhäuser verfügbar, die den Tomahawk-5-Chip im Datenblatt häufig explizit ausweisen, um die Port-Bandbreite und Latenzkennzahlen zu untermauern.

Vor diesem Hintergrund steht der Tomahawk 5 für Broadcom als zentrales Bauteil im Ringen um Design-Wins in Hyperscale-Datacentern, in denen der Konzern traditionell stark vertreten ist und mit ASICs einen relevanten Anteil am Netzwerk-Hardwareumsatz erwirtschaftet. Die Aktie von Broadcom Inc. (US11135F1012) notiert laut finanzen.net am 13.06.2026 auf Xetra bei rund 370,35 Euro je Anteilsschein.

Broadcom Tomahawk 5 im Kurzprofil

  • Produkt: Broadcom Tomahawk 5 (BCM78900)
  • Hersteller: Broadcom Inc.
  • Kategorie: B2B-Netzwerk-ASIC für Rechenzentren
  • Markteinführung: laut Herstellerankündigung 2022
  • UVP / Preis: nicht offen kommuniziert; Preisbildung über OEM-Switch-Systeme
  • Verfügbarkeit: über internationale Switch-OEMs, Distributoren und Systemintegratoren, auch für deutsche Rechenzentrumsbetreiber
  • Zielgruppe: Hyperscaler, Cloud- und Colocation-Rechenzentren, Betreiber von KI- und HPC-Clustern
  • Besonderheit / USP: bis zu 25,6 Tbit/s Durchsatz mit bis zu 32 x 800G-Ports sowie erweiterte Telemetrie-Funktionen für Echtzeit-Monitoring

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