Bufab Aktie: Margenserie hÀlt an
Veröffentlicht: 14.07.2026 um 11:00 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Zwölf Quartale in Folge wachsende Bruttomargen â bei den meisten Industriekonzernen wĂ€re das eine Ausnahme. Bei Bufab ist es inzwischen Struktur. Der schwedische Distributor fĂŒr Verbindungselemente und technische Komponenten legte am Dienstag Zahlen vor, die genau dieses Muster fortschreiben und dabei auch das Umsatzwachstum wieder ankurbeln.
Wachstum zieht an, Marge klettert weiter
Im zweiten Quartal 2026 stieg der Nettoumsatz auf 2,265 Milliarden schwedische Kronen, nach 2,039 Milliarden im Vorjahresquartal. Das organische Wachstum erreichte 5,3 Prozent, das Gesamtwachstum von 11,1 Prozent kam zusĂ€tzlich aus ZukĂ€ufen, gebremst durch WĂ€hrungseffekte und eine kleinere VerĂ€uĂerung. Der Gewinn je Aktie kletterte auf 1,07 schwedische Kronen von 0,80 Kronen im Vorjahr.
Die Bruttomarge legte um 2,1 Prozentpunkte auf 33,2 Prozent zu â der bereits erwĂ€hnte zwölfte Anstieg in Folge. Das operative Ergebnis auf bereinigter Basis stieg um rund 24 Prozent auf 333 Millionen Kronen, die Marge kletterte auf 14,7 Prozent von 13,1 Prozent. CFO Marcus Söderberg zeigte sich entsprechend zuversichtlich fĂŒr das langfristige Margenziel des Gesamtjahres.
Asien und Europa West als Wachstumstreiber
Alle fĂŒnf Regionen verbesserten ihre Margen, die Unterschiede im Detail sind aber deutlich. Asien-Pazifik lieferte mit 14,9 Prozent organischem Wachstum die stĂ€rkste Eigendynamik, getragen von Energie- und Automatisierungsnachfrage in China und Indien â die Marge sprang dort auf 20,9 Prozent von 13,7 Prozent. Europa West wuchs dank der Novia-Group-Ăbernahme um 35,8 Prozent insgesamt, wĂ€hrend Amerika trotz sinkender Gesamterlöse mit 21,1 Prozent die höchste Marge im Konzern erzielte.
Kurz nach Quartalsende ĂŒbernahm Bufab zudem DC Iron, einen britischen Anbieter von Eisenwaren mit rund 14,8 Millionen britischen Pfund Jahresumsatz. GrĂŒnder Scott Collins bleibt als GeschĂ€ftsfĂŒhrer an Bord, die Transaktion enthĂ€lt eine dreijĂ€hrige Earn-out-Klausel.
Vorsichtige Kunden, robuste Nischen
Das Management beschreibt die Nachfrage weiterhin als zurĂŒckhaltend â Bau, Automobil sowie KĂŒchen- und Badbranche bleiben schwach. Dem stehen Verteidigung, digitale Infrastruktur, Luftfahrt und Mechatronik gegenĂŒber, wo Bufab deutliche ZuwĂ€chse verzeichnet. Einkaufspreise aus Asien beginnen laut Unternehmen wieder leicht zu steigen, gelten aber als handhabbar.
Die Nettoverschuldung im VerhĂ€ltnis zum EBITDA blieb bei 2,4 trotz Dividendenzahlungen und WĂ€hrungseffekten stabil. Der operative Cashflow verbesserte sich auf 305 Millionen Kronen von 245 Millionen im Vorjahr. Mit dieser Kombination aus beschleunigtem Wachstum und anhaltender Margenexpansion hĂ€lt Bufab Kurs auf sein langfristiges Margenziel fĂŒr das Gesamtjahr 2026.
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