Bulgarien bittet EU und Nato nach Drohnenangriffen um Hilfe
Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 21:59 Uhr | dpa, AD HOC NEWSBeide angegriffene Schiffe waren beschädigt worden, eines davon sank. Nach Angaben von Regierungschef Rumen Radew ist bislang unklar, ob die Drohnen aus Russland oder aus der Ukraine kamen.
Fest steht, dass eines der angegriffenen Schiffe, die "Alfa Watan", praktisch sofort nach der Attacke gesunken war - binnen etwa drei Minuten. Eine Drohne, die derart enorme Schäden anrichtet, dürfte mit einem Sprengkopf von mehr als 300 Kilogramm ausgestattet gewesen sein, sagte der Professor an der Militärakademie in Sofia, Dimitar Nedjalkow, dem bulgarischen Fernsehsender Nova. An Bord der unter der Flagge von Togo fahrenden "Alfa Watan" waren zwölf Mann Besatzung, die noch immer vermisst werden.
Das zweite Schiff, die "Able", war unter der Flagge von Palau mit Getreide nach Istanbul in der Türkei unterwegs, als es nach einem Drohnenangriff in Brand geriet. Die 18-köpfige Crew wurde gerettet. Auf dem Schiff wurden ersten Ermittlungen zufolge keine Drohnen-Reste entdeckt. Medienberichten zufolge hat die "Able" Bulgariens Gewässer inzwischen wieder verlassen.
Selenskyj macht Moskau für Angriffe verantwortlich
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sah in den Angriffen "einen weiteren Ausdruck der russischen Bemühungen, den westlichen Teil des Schwarzen Meeres für die Schifffahrt völlig untauglich zu machen". Nach Kontakten mit der bulgarischen Seite sei festgestellt worden, "dass es sich um einen kombinierten russischen Angriff mit See- und Luftdrohnen handelt".
