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Bund will Luftfahrt stÀrken - Industrie fordert Entlastungen

Veröffentlicht am: 10.06.2026 um 15:17 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die Bundesregierung will die Luftfahrtindustrie in Deutschland stÀrken.

Dazu wurde im Kabinett eine Strategie beschlossen. "Ziel der Bundesregierung ist es, die Weichen zu stellen, damit Deutschland gemeinsam mit den europĂ€ischen Partnern auch in den kommenden 15 Jahren als fĂŒhrende Luftfahrtnation dauerhaft erfolgreich wird und bleibt", heißt es dazu. Die Luftfahrt sei global und langfristig ein Wachstumsmarkt.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) forderte UnterstĂŒtzung fĂŒr die Branche. "Erforderlich sind weitere Entlastungen bei der Luftverkehrsteuer sowie den Luftsicherheits- und FlugsicherungsgebĂŒhren und ein konsequenter Abbau von BĂŒrokratie und nationalen Sonderwegen", sagte Holger Lösch, stellvertretender BDI-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer, der dpa. Nur so lasse sich die internationale Anbindung der exportorientierten deutschen Industrie sichern. Mehr als ein FĂŒnftel des Handels mit Nicht-EU-Staaten werde ĂŒber den Luftweg abgewickelt.

Der Bundestag hatte im Mai die letzte Erhöhung der Luftverkehrsteuer wieder zurĂŒckgenommen. Die GesetzesĂ€nderung muss noch den Bundesrat passieren.

Bundesregierung betont Rolle der Branche

In der Luftfahrtstrategie bekennt sich die Bundesregierung "ausdrĂŒcklich" zum Luftverkehrsstandort Deutschland. Ein leistungsfĂ€higer, sicherer und nachhaltiger Luftverkehr sei von essenzieller Bedeutung fĂŒr die MobilitĂ€t von Menschen und GĂŒtern sowie fĂŒr die Anbindung Deutschlands an globale MĂ€rkte. "Der Luftverkehr ist fĂŒr die Bundesregierung ein wesentlicher Faktor fĂŒr die wirtschaftliche StĂ€rke, Innovationskraft und BeschĂ€ftigung." Die Luftfahrtindustrie leiste zudem einen unverzichtbaren Beitrag zur AufgabenerfĂŒllung und Einsatzbereitschaft der Bundeswehr.

In der Strategie geht es um Themen wie eine klimaschonende Luftfahrt mit einer Verringerung von CO2-Emissionen, die StabilitĂ€t von Lieferketten und deutsche FlughĂ€fen. Zur WettbewerbsfĂ€higkeit heißt es: "Die Bundesregierung bekennt sich zur Bedeutung international wettbewerbsfĂ€higer Standortkosten fĂŒr ein attraktives Flugangebot und internationale KonnektivitĂ€t." Neben bereits beschlossenen Maßnahmen werde sich die Bundesregierung auch weiterhin langfristig fĂŒr international wettbewerbsfĂ€hige staatliche Standortkosten einsetzen.

Industrie: Konkrete Maßnahmen erforderlich

"Die Nationale Luftfahrtstrategie muss jetzt in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden", sagte Lösch. Die Standortkosten in Deutschland hĂ€tten sich seit der Corona-Pandemie teils verdoppelt. "Das schwĂ€cht Airlines und FlughĂ€fen im internationalen Wettbewerb. Gleichzeitig belasten krisenbedingt hohe Kerosinkosten und geopolitische Konfliktherde wie der Iran-Konflikt Routen, KapazitĂ€ten und Kosten im Luftverkehr zusĂ€tzlich." TechnologiefĂŒhrerschaft und Wertschöpfung in der zivilen und militĂ€rischen Luftfahrt erforderten langfristige, verlĂ€ssliche Investitionen.

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