Arbeitsministerin, Bas

Arbeitsministerin Bas will Sozialstaat verteidigen

01.05.2026 - 16:02:16 | dpa.de

Bundesarbeitsministerin BĂ€rbel Bas hat in ihrer Rede zum Tag der Arbeit in Duisburg zugesichert, den Sozialstaat verteidigen zu wollen.

"Der Sozialstaat darf nicht rasiert werden, und er schadet auch nicht unserer Wirtschaft", sagte Bas auf einer Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbunds. Vielmehr sichere er Existenzen und Kaufkraft.

Dabei gebe es immer mehr Angriffe auf die Errungenschaften der Arbeiterbewegung, klagte Bas. "Was lange selbstverstĂ€ndlich galt und schĂŒtzenswert ist, wird heute immer stĂ€rker infrage gestellt. Da wird der Sozialstaat als gewaltiges Problem dargestellt, als nette Geste, auf die man endlich verzichten mĂŒsste", sagte die SPD-Politikerin. Das halte sie fĂŒr "zynisch und menschenverachtend".

Bas: Arbeitnehmer nicht auspressen wie Zitronen

Es sei richtig, dass dieses Land wirtschaftlich wieder in die Spur gebracht werden mĂŒsse. "Das reicht mir aber nicht, sondern wir mĂŒssen auch dafĂŒr sorgen, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht ausgepresst werden wie Zitronen", so Bas.

Wenn es um Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gehe, dĂŒrfte man nicht von Lifestyle-Teilzeit oder von hĂ€ufigen Krankmeldungen reden, "als ob die BeschĂ€ftigten in diesem Land nur blau machen wĂŒrden". Solche Aussagen bezeichnete Bas als "Ohrfeigen fĂŒr alle, die morgens frĂŒh aufstehen".

Demonstranten stören Rede von Bas

Auch einer Abschaffung des Tags der Arbeit als Feiertag erteilte Bas eine klare Absage: "Wenn Einzelne davon trÀumen, den 1. Mai als Feiertag abzuschaffen, dass kann ich nur sagen: TrÀumt weiter, aber nicht mit uns! Diesen frontalen Angriff auf den sozialen Frieden in unserem Land, den lassen wir nicht zu."

In weiten Teilen ihrer Rede musste Bas gegen eine kleine Gruppe von Demonstranten anreden, die neben der BĂŒhne mit PalĂ€stina-Flaggen Position bezogen hatte. Fast durchgĂ€ngig skandierten sie Parolen wie "BĂ€rbel Bas - Klassenfeind" oder "Kriegstreiber".

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