Bundesbank: Wero und digitalen Euro verzahnen
Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 10:35 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Denkbar wÀre beispielsweise, den digitalen Euro in die Wero Wallet zu integrieren", sagte Bundesbank-Vorstand Lutz LienenkÀmper in Frankfurt bei einem Symposium der Deutschen Bundesbank zum Zahlungsverkehr. "Das könnte die Reichweite europÀischer Zahlungsangebote erhöhen und dazu beitragen, dass neue Lösungen nicht nebeneinanderstehen, sondern nahtlos zusammenwirken."
Wero wird von der European Payments Initiative (EPI), einem Zusammenschluss von Banken und Zahlungsdienstleistern, vorangetrieben. Seit Anfang Juli 2024 bietet Wero nach dem Muster des US-Konkurrenten Paypal vor allem direkte mobile Geldzahlungen von Mensch zu Mensch an. Inzwischen kann Wero auch bei etlichen HÀndlern zum Einkaufen im Netz genutzt werden, Àhnlich wie Kreditkarten, Apple US0378331005 Pay, Google US02079K1079 Pay oder andere vergleichbare Dienste.
Noch Luft nach oben bei Wero
Nach jĂŒngsten Angaben gibt es bislang 57 Millionen registrierte Wero-Nutzer in Belgien, Frankreich und Deutschland. An der EinfĂŒhrung in den Niederlanden, Luxemburg und Ăsterreich wird gearbeitet. Noch habe Wero auch hierzulande das Potenzial nicht ausgeschöpft, stellte LienenkĂ€mper fest. "Der Markthochlauf bleibt daher eine Aufgabe, die mit Nachdruck verfolgt werden muss."
Braucht es zusÀtzlich einen digitalen Euro?
Dass die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) parallel seit Jahren an einem digitalen Euro als Alternative zum Bargeld arbeitet, finden Kritiker auch angesichts der Kosten fragwĂŒrdig. Mit einem digitalen Euro wollen die Euro-Notenbanken privaten Anbietern vor allem aus den USA wie Paypal, Mastercard US57636Q1040 und Visa, die derzeit den Markt fĂŒr digitale Zahlungen in Europa dominieren, ein europĂ€isches Angebot entgegensetzen. Angepeilt ist die EinfĂŒhrung des digitalen Euro fĂŒr 2029.
Der digitale Euro sei wichtig, sagte LienenkĂ€mper: "Ein digitaler Euro ist Zentralbankgeld fĂŒr den digitalen Raum: allgemein zugĂ€nglich, sicher, europĂ€isch und mit hohem Datenschutz - als ErgĂ€nzung zu privaten Zahlungslösungen und auch zum Bargeld, nicht aber als deren Ersatz."
