Warken: Stabile KassenbeitrÀge kein Selbstzweck
12.06.2026 - 10:27:54 | dpa.deDas sei ja kein Selbstzweck, sagte die CDU-Politikerin zur Einbringung ihres Gesetzesentwurfs fĂŒr das Sparpaket im Bundestag. "Wir wollen die BĂŒrger entlasten, und wir wollen, dass die Unternehmen mehr Planungssicherheit haben, statt von immer weiter steigenden SozialbeitrĂ€gen ausgebremst zu werden." Warken betonte, das Gesetz verlange allen etwas ab, von niemandem aber Unzumutbares. Die Regelungen seien sozialvertrĂ€glich.
Die Ministerin erlĂ€uterte, ohne Reform wĂŒrden den gesetzlichen Krankenkassen im nĂ€chsten Jahr knapp 19 Milliarden Euro fehlen. Die DeckungslĂŒcke wĂŒrde 2030 auf 44 Milliarden Euro steigen. Daher sollten nun alle Beteiligten im Gesundheitswesen einen Beitrag leisten. "Denn alle profitieren auch langfristig von einer nachhaltigen Finanzierung." Dabei werde es auch kĂŒnftig bei Ărzten, KrankenhĂ€usern und anderen VergĂŒtungssteigerungen geben - aber begrenzt und nicht mehr entkoppelt von den Einnahmen der Krankenkassen.
Rednerinnen und Redner der Opposition kritisierten die PlÀne scharf als "Rundumkahlschlag" und "KettensÀgenreform".
Vorgesehen sind Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken und Pharmabranche. Auf Versicherte kommen unter anderem höhere Zuzahlungen fĂŒr Medikamente und EinschrĂ€nkungen der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern zu. Die Koalition strebt an, das Gesetz bis zur Sommerpause Mitte Juli zu besiegeln.
