Merz erwartet im Herbst Gesetzentwurf zu flexibleren Arbeitszeiten
Veröffentlicht: 15.07.2026 um 14:08 Uhr, dpa.deDas sagte der CDU-Chef bei der Bundespressekonferenz in Berlin. Der Arbeitsmarkt solle offener und flexibler gemacht werden. Es gehe um nicht tarifgebundene Unternehmen.
Die tarifgebundenen Unternehmen hĂ€tten heute schon ĂŒber TarifvertrĂ€ge alle Möglichkeiten, auch die Arbeitszeit flexibel zu gestalten. Die nicht tarifgebundenen Unternehmen hĂ€tten diese Möglichkeiten nicht. Daher sollte diesen Firmen mehr FreirĂ€ume eingerĂ€umt werden.
Union und SPD haben in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, fĂŒr mehr FlexibilitĂ€t "die Möglichkeit einer wöchentlichen anstatt einer tĂ€glichen Höchstarbeitszeit" zu schaffen. Umgesetzt werden soll das durch eine Reform des Arbeitszeitgesetzes.
Die Gewerkschaften lehnen eine Abschaffung des geltenden Achtstundentags vehement ab. Mitte Juni war ein erster Entwurf zur Ănderung des Arbeitszeitgesetzes aus dem zustĂ€ndigen Arbeitsministerium durchgesickert. Darin blieb der Achtstundentag grundsĂ€tzlich unangetastet. Ausnahmeregelungen sollten aber erweitert werden. WirtschaftsverbĂ€nde Ă€uĂerten Kritik. Aus Kreisen des Arbeitsministeriums wurde darauf verwiesen, dass der bekanntgewordene Entwurf noch in einem frĂŒhen Stadium sei und im Haus noch abgestimmt werde.
