Bundesverband, GedÀchtnis-Plattform

Bundesverband startet digitale GedÀchtnis-Plattform memotio

31.03.2026 - 09:54:36 | boerse-global.de

Der Bundesverband GedĂ€chtnistraining lanciert die digitale Plattform memotio. Studien belegen die Wirksamkeit kombinierter Methoden aus Denksport und Bewegung fĂŒr die kognitive Gesundheit.

Bundesverband startet digitale GedĂ€chtnis-Plattform "memotio" - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Der Bundesverband GedĂ€chtnistraining (BVGT) hat seine neue digitale Plattform "memotio" vollstĂ€ndig gestartet. Gleichzeitig belegen aktuelle Studien die Wirksamkeit ganzheitlicher AnsĂ€tze fĂŒr die kognitive Gesundheit. Experten sehen darin einen Wendepunkt weg vom isolierten Gehirnjogging.

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Forschung bestÀtigt: Kombi-Training wirkt am besten

Neue internationale Langzeitstudien untermauern die Überlegenheit kombinierter Methoden. Eine großangelegte Untersuchung der Yale University zeigt: Fast die HĂ€lfte der ĂŒber 65-JĂ€hrigen kann bei entsprechender Förderung messbare Verbesserungen erzielen. Entscheidend ist dabei nicht nur das Training, sondern auch die Einstellung zum Altern.

Forscher der Western University lieferten weitere Belege. Ihre Arbeit belegt einen klaren Synergieeffekt: Die Kombination aus computergestĂŒtztem Denksport und aerobem Bewegungstraining wirkt signifikant besser als die Einzelmaßnahmen. Dieser Ansatz wird nun verstĂ€rkt in die Ausbildung von GedĂ€chtnistrainern integriert, besonders fĂŒr Menschen mit leichten kognitiven BeeintrĂ€chtigungen.

"memotio" soll Wegweiser im App-Dschungel sein

Mit der neuen Plattform reagiert der BVGT auf den wachsenden Bedarf nach fundierten Online-Angeboten. "memotio" dient als zentrale Anlaufstelle und bietet eine optimierte Kurssuche. Nutzer finden so zertifizierte Trainer in ihrer NÀhe oder in virtuellen SeminarrÀumen.

Ein exklusiver Mitgliederbereich fördert den fachlichen Austausch unter den rund 4.000 Verbandstrainern. Das ganzheitliche Prinzip bleibt Leitmotiv. Die Plattform unterstĂŒtzt zwölf spezifische Trainingsziele – von Konzentration ĂŒber logisches Denken bis zur MerkfĂ€higkeit – durch interaktive Übungen und Fachliteratur.

Zielgruppe weitet sich aus: Vom Senior zum BerufstÀtigen

Die traditionelle Hauptzielgruppe bleibt zwar erhalten, doch die Programme richten sich zunehmend auch an JĂŒngere. FĂŒr BerufstĂ€tige wird mentales Training zur Burnout-PrĂ€vention und zur Steigerung der kognitiven Belastbarkeit. In einer digitalisierten Arbeitswelt ist fokussierte Aufmerksamkeit eine kritische Ressource.

Auch im Bildungssektor gewinnen die AnsĂ€tze an Boden. Projekte wie "go4cognition" der Ruhr-UniversitĂ€t Bochum verknĂŒpfen spielerisches Lernen mit Bewegung und sozialer Interaktion. Der Einsatz von Tablets an verschiedenen Stationen steigert Akzeptanz und Lernerfolg bei Kindern und Jugendlichen.

So sieht modernes GedÀchtnistraining in der Praxis aus

Das HerzstĂŒck bilden zwölf Trainingsziele, die eine umfassende Aktivierung beider GehirnhĂ€lften anstreben. Dazu zĂ€hlen assoziatives Denken, DenkflexibilitĂ€t, KreativitĂ€t und UrteilsfĂ€higkeit. Eine Trainingseinheit besteht daher nie nur aus RĂ€tselbögen.

Stattdessen kombiniert man Übungen zur Wahrnehmung mit Koordinationsaufgaben. Ein Beispiel ist das Training ohne Stift und Papier in Pflegeeinrichtungen, das mit AlltagsgegenstĂ€nden oder Musik arbeitet. Entspannungstechniken und ErnĂ€hrungshinweise runden das Konzept ab. Eine lockere AtmosphĂ€re ist essenziell, um leistungshemmenden Stress zu reduzieren.

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Große gesellschaftliche Relevanz bei steigenden Demenzzahlen

Die Bedeutung nicht-pharmakologischer Interventionen wĂ€chst angesichts steigender Fallzahlen neurodegenerativer Erkrankungen. Weltweit sind ĂŒber 50 Millionen Menschen von Demenz betroffen – mit enormen wirtschaftlichen Kosten. Investitionen in die PrĂ€vention werden politisch immer relevanter.

StÀdte wie Kiel fördern bereits Projekte, die GedÀchtnistraining mit Sturzprophylaxe kombinieren. Die Zertifizierung von Trainern durch VerbÀnde wie den BVGT soll QualitÀt sichern und wissenschaftlich fundierte Methoden von unwirksamen Kommerz-Apps abgrenzen.

Was kommt als NÀchstes? KI und virtuelle RealitÀt

Die nÀchste technologische Welle zeichnet sich bereits ab. Forschungsprojekte wie "NeuroVR-Plus" an der UniversitÀtsmedizin Göttingen testen die Kombination von virtueller RealitÀt mit gezielter Gehirnstimulation. Das Ziel: Alltagssituationen in sicheren Umgebungen simulieren.

Experten rechnen mit personalisierten TrainingsplÀnen, die per KI in Echtzeit an die Tagesform angepasst werden. Der BVGT bereitet sich darauf vor und wird auf seiner nÀchsten Mitgliederversammlung weitere digitale Ausbildungsmodule vorstellen. Die Vision sind hybride Angebote, die persönliche Betreuung mit digitaler FlexibilitÀt verbinden.

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