Kammer: Reiche soll in China EU-Einheit betonen - neuer Bericht
27.05.2026 - 05:24:17 | dpa.deEs gebe keine gesonderte deutsche Ăbereinkunft, sagte KammerprĂ€sident Jens Eskelund vor Besuchsbeginn in Peking. Europa trete in seinen Positionen und bei den eingefĂŒhrten handelspolitischen Instrumenten einheitlich auf, sagte er.
Die CDU-Politikerin will heute in Peking und morgen in Guangzhou mit Vertretern der chinesischen Regierung und Unternehmen sprechen. Eskelund hofft auf Vertrauensbildung. "Ich glaube, es gibt gerade ein Vertrauensdefizit zwischen Europa und China", sagte er. "Ich hoffe, sie vermittelt, dass Europa vereint ist", erklĂ€rte der DĂ€ne. AuĂerdem mĂŒsse Reiche klarmachen, dass Europa unter den richtigen Bedingungen zu GeschĂ€ften mit China bereit sei.
Stimmung unter EU-Firmen besser
FĂŒr europĂ€ische Firmen ist China ein wichtiges Absatz- und Produktionsland. Eine heute vorgestellte GeschĂ€ftsklimaumfrage der EU-Kammer in China ergab, dass sich die Stimmung unter den Firmen wieder gebessert hat. Zwar sagen immer noch 68 Prozent der 549 Firmen, die an der Befragung im Januar und Februar teilgenommen hatten, dass das GeschĂ€ftsumfeld in China schwieriger geworden sei. Damit sank der Wert aber um fĂŒnf Prozentpunkte im Vergleich zum Rekordwert von 73 Prozent aus dem Bericht 2025, wie die Interessenvertretung mitteilte.
"Wir hatten fĂŒnf Jahre in Folge, in denen sich das GeschĂ€ftsklima verschlechterte und nun scheint sich möglicherweise ein Wendepunkt abzuzeichnen", sagte Eskelund. Zudem sagten fĂŒr diesen Zeitraum nur noch 47 Prozent, dass das GeschĂ€ftsumfeld in China politisierter wurde.
Eskelund sieht "KrisenmĂŒdigkeit" bei Firmen
Den Grund fĂŒr die Verbesserung sieht Eskelund auch darin, dass sich China in der turbulenten Weltlage der vergangenen zwölf Monate als relativ ruhiger Standort mit mehr Vorhersehbarkeit entpuppte. Zudem hĂ€tten europĂ€ische Firmen in China ihre Kosten gesenkt und Stellen abgebaut sowie ExportmĂ€rkte erschlossen.
Allerdings sieht Eskelund auch eine "KrisenmĂŒdigkeit". "Wir haben so viele "Schwarzer-Schwan-Ereignisse", so viele UmwĂ€lzungen und so viel VolatilitĂ€t erlebt, dass die Unternehmen dies allmĂ€hlich als die neue RealitĂ€t akzeptieren, in der wir leben", sagte er.
Trotz Anzeichen besserer Stimmung bleiben Probleme fĂŒr EU-Firmen in China. 57 Prozent sagen, dass sie negative Auswirkungen durch die langsamer werdende chinesische Wirtschaft erwarten. 41 Prozent rechnen in den kommenden fĂŒnf Jahren mit mehr Hindernissen durch Chinas Regularien.
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