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Casely Power Pods: Erneuter Rückruf nach tödlichem Vorfall

18.04.2026 - 02:09:19 | boerse-global.de

Die US-Verbraucherschutzbehörde warnt erneut vor über 400.000 kabellosen Powerbanks des Modells E33A. Nach einem tödlichen Vorfall und einem Feuer an Bord eines Flugzeugs wird ein kostenloser Austausch angeboten.

Casely Power Pods: Erneuter Rückruf nach tödlichem Vorfall - Foto: über boerse-global.de

000 kabellose Powerbanks erneuert. Grund sind neue Vorfälle mit explodierenden Lithium-Ionen-Akkus, darunter ein Todesfall und ein Feuer an Bord eines Flugzeugs.

Tödlicher Defekt und wachsende Gefahr

Die erneute Warnung erfolgt, weil seit dem ersten Rückruf im April 2025 deutlich mehr Probleme gemeldet wurden. Damals lagen 51 Meldungen über überhitzende, sich ausdehnende oder brennende Akkus vor, die zu sechs leichten Verletzungen führten. Seither kamen 28 neue Vorfälle hinzu – mit dramatischen Folgen.

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Im August 2024 explodierte ein Casely Power Pod in New Jersey, während eine 75-jährige Frau ihr Handy lud. Sie erlitt schwere Verbrennungen zweiten und dritten Grades und starb später an den Folgen. Ein weiterer gravierender Vorfall ereignete sich im Februar 2026 an Bord eines Flugzeugs: Ein Akku fing Feuer und explodierte, wodurch ein 47-jähriger Passagier eine Verbrennung ersten Grades erlitt.

Die CPSC betont die lebensbedrohliche Brand- und Verletzungsgefahr durch die Lithium-Ionen-Batterien. Die erneute Bekanntmachung soll jene Verbraucher erreichen, die die erste Warnung verpasst haben oder das Gerät trotz der bekannten Risiken weiter nutzen.

Welche Geräte sind betroffen?

Konkret geht es um das Casely Power Pod 5.000mAh, einen magnetischen kabellosen Ladeakku für kompatible Smartphones. Rund 429.200 Einheiten des Modells E33A sind vom Rückruf betroffen. Die Geräte wurden zwischen März 2022 und September 2024 hauptsächlich über die Casely-Website und Plattformen wie Amazon verkauft, zu Preisen zwischen 30 und 70 US-Dollar.

Betroffene Nutzer erkennen ihr Gerät an der Modellnummer E33A auf der Rückseite. Vorne rechts ist der Markenname „Casely“ eingraviert. Die in China hergestellten Powerbanks wurden in verschiedenen Farben und Designs angeboten.

So erhalten Sie Ersatz oder Guthaben

Casely bietet Besitzern des E33A-Modells zwei Optionen: einen kostenlosen Ersatzakku, der aktuellen Sicherheitsstandards entspricht, oder ein Guthaben von 60 US-Dollar für den Casely-Store. Um in den Genuss einer der Lösungen zu kommen, müssen Verbraucher ein Verifizierungsverfahren auf der speziellen Rückruf-Website des Herstellers durchlaufen.

Dazu sind zwei Fotos hochzuladen: Eins von der Vorderseite des Akkus mit dem handschriftlich vermerkten Wort „Recalled“ und dem aktuellen Datum. Das zweite Foto muss die Modellnummer E33A auf der Rückseite deutlich zeigen. Nach Prüfung der Bilder wird der Antrag bearbeitet.

Warnung vor falscher Entsorgung

Die Entsorgung der defekten Akkus ist heikel. Wegen der hohen Brandgefahr dürfen sie nicht im Hausmüll oder in gewöhnlichen Recycling-Tonnen landen. Die CPSC rät, sich an das örtliche Schadstoffmobil oder den Wertstoffhof zu wenden, da diese Einrichtungen für den Umgang mit rückrufpflichtigen, brandgefährlichen Batterien ausgerüstet sind. Verbrauchern wird empfohlen, vorab bei ihrer kommunalen Entsorgungsbehörde nachzufragen.

Folgen für die Luftfahrt und Branche

Der Zwischenfall an Bord des Flugzeugs im Februar hat unmittelbare Reaktionen in der Luftfahrtbranche ausgelöst. Sie verschärft nun die Vorschriften für tragbare Stromquellen. Southwest Airlines führt ab dem 20. April 2026 neue Regeln ein: Pro Passagier ist nur noch ein externer Akku erlaubt, dessen Lagerung und Nutzung an Bord strengeren Beschränkungen unterliegt.

Dieser Rückruf ist Teil eines größeren Trends. Auch andere Zubehörmarken wie Anker hatten in den vergangenen Jahren mit ähnlichen Problemen bei portablen Ladegeräten zu kämpfen. Die wiederholten Vorfälle mit den Casely Power Pods zeigen die Schwierigkeiten der Hersteller, bei kompakten Hochleistungsakkus langfristige Stabilität zu gewährleisten.

Regulierungsbehörden dürften die Herstellungsstandards von Drittanbieter-Zubehör künftig schärfer überwachen. Der Fall zeigt auch die Grenzen herkömmlicher Rückrufaktionen auf – fast ein Jahr nach der ersten Warnung wurden die gefährlichen Akkus offenbar weiter genutzt. Für Verbraucher unterstreicht der tödliche Vorfall in New Jersey eine einfache Regel: Bei Sicherheitsrückrufen von Energiespeichern sollte man nie zögern.

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