Cementos Pacasmayo Aktie: Gewinn verdoppelt Prognose
Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 17:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein Ergebnis, das Analysten regelrecht ĂŒberrascht hat: Cementos Pacasmayo hat im zweiten Quartal 2026 einen Gewinn je Aktie von 0,2644 Dollar gemeldet â mehr als das Doppelte der erwarteten 0,1152 Dollar. Die Aktie reagierte mit einem moderaten Plus von 1,89 Prozent auf 11,85 Dollar und bewegt sich damit nahe ihres 52-Wochen-Hochs von 12,70 Dollar.
Der peruanische Zementhersteller aus dem Holcim-Konzern profitiert von einer robusten Baukonjunktur im Norden Perus. Der Umsatz stieg im Quartal um 15,4 Prozent auf 558,9 Millionen Sol, getragen von starker Nachfrage nach Sackzement im Eigenbau-Segment. FĂŒr das erste Halbjahr summiert sich der Erlös auf 1,11 Milliarden Sol, ein Plus von 13,3 Prozent.
Margen ziehen krÀftig an
Besonders auffĂ€llig: Die EBITDA-Marge kletterte von 26,9 auf 31,3 Prozent. Das operative Ergebnis wuchs um 34,3 Prozent auf 174,8 Millionen Sol, der Nettogewinn legte um 61,5 Prozent auf 77,2 Millionen Sol zu. Möglich wurde das durch einen Strategiewechsel im BetongeschĂ€ft â weg von margenschwachen Infrastrukturprojekten, hin zu spezialisierten, höhermargigen AuftrĂ€gen wie der Arbeit fĂŒr das Bergbauprojekt Yanacocha.
CEO Humberto Nadal bezeichnete die Betonmarge von rund 16 Prozent als nachhaltiges Niveau fĂŒr das Segment. Das ZementgeschĂ€ft bleibt mit einem Umsatzanteil von 86 Prozent der mit Abstand wichtigste Ertragstreiber, auch wenn die Bruttomarge dort wegen höherer Kohlepreise und importiertem Klinker leicht auf 45,2 Prozent nachgab.
Schulden sinken, Spielraum wÀchst
Parallel zur operativen StĂ€rke baut Pacasmayo seine Verschuldung ab. Die Nettoverschuldung im VerhĂ€ltnis zum EBITDA verbesserte sich auf das 2,32-Fache, nach 2,9 im Jahr 2023. Die geplanten Erhaltungsinvestitionen bleiben mit rund 100 Millionen Sol pro Jahr auf einem als "normal" bezeichneten Niveau â gröĂere Expansionsausgaben sind laut Unternehmensangaben derzeit nicht vorgesehen.
Die KapazitĂ€tsauslastung der drei Werke liegt bei 65,5 Prozent fĂŒr Zement, was Wachstumsspielraum ohne gröĂere Investitionen lĂ€sst. Ăber das DINO-Vertriebsnetz mit 314 Verkaufsstellen erzielt das Unternehmen rund 70 Prozent seiner VerkĂ€ufe im Privatkundensegment.
Das Management rechnet mit zusĂ€tzlichem RĂŒckenwind aus Infrastrukturprojekten zur Vorbeugung gegen das im September erwartete El-Niño-PhĂ€nomen, etwa beim Flussufer-Schutz in Piura. Sollten die angekĂŒndigten staatlichen Vorhaben wie erwartet innerhalb der kommenden 120 Tage anlaufen, könnte dies zusĂ€tzliche Volumen in ein bereits margenstarkes GeschĂ€ft bringen.
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