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Children's Place: Seemab wird Interim-CEO im Juli

Veröffentlicht: 09.07.2026 um 09:37 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Mithaq Capital setzt eigenen Manager als Interim-CEO ein und gewährt dem angeschlagenen Einzelhändler einen Kredit von 40 Millionen Dollar.

Children’s Place: Großaktionär übernimmt Führung in der Krise
Eine helle, optimistische und leicht abstrakte Szene, die den Kinderhandel darstellt, mit sanften, einladenden Farben und einem Gefühl von Neuanfang. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Children’s Place steht finanziell mit dem Rücken zur Wand. Während die Umsätze wegbrechen und das Eigenkapital tief im Minus verharrt, übernimmt der größte Anteilseigner nun die direkte Kontrolle. Die neue Führung soll den Einzelhändler stabilisieren und den laufenden Umbau beschleunigen.

Machtwechsel an der Spitze

Muhammad Asif Seemab übernimmt ab Juli 2026 den Posten des Interim-CEO. Er ist Managing Director bei Mithaq Capital, der Investmentgesellschaft hinter dem Unternehmen. Mithaq hält bereits eine kontrollierende Mehrheit von 61,1 Prozent der Anteile.

Seemab erhält ein jährliches Grundgehalt von 497.500 US-Dollar. Sein Anreizpaket umfasst zusätzlich 500.000 gesperrte Aktien aus dem Portfolio des Großaktionärs. Diese Zuteilung ist an strikte Bedingungen geknüpft: Die Marktkapitalisierung muss auf bis zu 600 Millionen Dollar steigen.

Finanzspritze vom Großaktionär

Parallel dazu zapft das Unternehmen frisches Kapital an. Ein erster Kredit über 15 Millionen Dollar wurde bereits abgerufen. Es handelt sich um eine Sharia-konforme Finanzierung mit einem Zinssatz von neun Prozent über dem Referenzzins SOFR.

Die Mittel fließen in den laufenden Betrieb und die Begleichung von Lieferantenrechnungen. Insgesamt kann Children’s Place auf eine Zusage über 40 Millionen Dollar von Mithaq zurückgreifen. Das verbleibende Volumen der Kreditlinie schrumpft nach dem ersten Abruf auf 25 Millionen Dollar.

Sanierung unter Zeitdruck

Die operative Lage bleibt derweil prekär. Im ersten Quartal 2026 sanken die Nettoerlöse um 11,1 Prozent auf 215,2 Millionen Dollar. Das Eigenkapital lag zuletzt mit 107,2 Millionen Dollar im negativen Bereich.

Das Ziel ist ein radikaler Sparkurs. Bis Ende 2027 will das Management die jährlichen Kosten um insgesamt 60 Millionen Dollar senken. Die erste Bewährungsprobe für die neue Strategie ist das wichtige Geschäft zum Schulbeginn im Spätsommer 2026.

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