Crude, Oil

Crude Oil: 33 Schiffe passieren Straße von Hormus

26.05.2026 - 13:38:47 | boerse-global.de

Rohölpreise schwanken stark zwischen diplomatischen Signalen und US-Militäraktion im Iran-Konflikt.

Crude Oil: 33 Schiffe passieren Straße von Hormus - Foto: über boerse-global.de
Crude Oil: 33 Schiffe passieren Straße von Hormus - Foto: über boerse-global.de

Friedenshoffnung am Montag, Militärschlag am Dienstag – der Ölmarkt erlebt innerhalb von 48 Stunden eine dramatische Kehrtwende. Mit 91,95 Dollar notiert Rohöl heute knapp fünf Prozent niedriger als zum Wochenschluss.

Doch der Schein trügt. Die aktuelle Bewegung folgt auf einen heftigen Preissprung am Vortag.

Friedenshoffnung am Montag

Der 25. Mai begann mit Optimismus. US-Präsident Trump bezeichnete die Gespräche mit Teheran als "geordnet und konstruktiv", ein Abkommen sei "weitgehend ausgehandelt". Die Ölpreise fielen um fast fünf Prozent. Brent rutschte auf ein Zwei-Wochen-Tief von 98,70 Dollar, WTI auf 91,15 Dollar.

33 Schiffe hatten in den 24 Stunden zuvor die Straße von Hormus passiert – mit Genehmigung Teherans. Die Botschaft schien klar: Eine diplomatische Lösung rückt näher.

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Militärschlag am Dienstag

Einen Tag später kippte die Stimmung. Berichte über US-Militärschläge gegen den Iran ließen die Preise wieder steigen. Brent kletterte auf bis zu 99,64 Dollar, WTI auf 93,09 Dollar – ein Plus von bis zu 3,6 Prozent. Die Straße von Hormus, zentrale Wasserstraße für Öl- und LNG-Transporte, rückte erneut in den Fokus.

Die Märkte reagieren hochsensibel. Der Grund: Der Iran-Krieg tobt seit Ende Februar, trieb die Brent-Preise im März zeitweise über 120 Dollar. Die IEA beziffert den Förderausfall auf 14 Millionen Barrel pro Tag. Die globalen Reserven schrumpften zwischen März und April um 250 Millionen Barrel. Die US-Rohölreserven fielen auf den niedrigsten Stand seit fast einem Jahr.

In Doha laufen unterdessen die Verhandlungen weiter. Ein 14-Punkte-Memorandum und ein 60-tägiges Zeitfenster für ein umfassendes Abkommen stehen auf dem Tisch. US-Außenminister Rubio spricht von "einigen Tagen" Verhandlungsbedarf. Irans Behörden betonen jedoch, der Genehmigungsprozess für das Memorandum sei noch nicht abgeschlossen.

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