Das SmartView Mirror von Forvia - digitales Rückspiegelmodul für sauberere Fahrerkabinen
Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 20:25 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
SmartView Mirror von Forvia hängt wie ein klassischer Rückspiegel über der Windschutzscheibe, doch statt Glas sieht der Fahrer ein breites Display, das in kühlem Weiß aufleuchtet, sobald die Kameras hinten am Fahrzeug aktiv werden. Wenn Testfahrerin Claire Dubois den Sitz nach vorn schiebt und den Motor startet, füllt sich der Bildschirm mit einem klaren Blick auf Anhänger und Fahrbahn, ohne die typischen Vibrationen und Regentropfen, die sonst das Sichtfeld stören.
Digitale Spiegeltechnik für Nutzfahrzeuge
Forvia bietet SmartView Mirror als integriertes Spiegel-Display-System speziell für Lkw, Busse und leichte Nutzfahrzeuge an, bei dem Außenkameras hochauflösende Bilder an eine Inneneinheit senden, die die klassische Spiegelglasfläche ersetzt. Laut Hersteller kann das System mehrere Sichtfelder kombinieren, etwa die direkte Rückansicht und einen erweiterten Bereich um Heck und Seiten, und dabei Helligkeit sowie Kontrast automatisch anpassen, um wechselnde Lichtverhältnisse auszugleichen. Herstellerangaben zum SmartView Mirror
Die Kameramodule am Heck sind in robusten Gehäusen verbaut und schützen die Optik vor Schmutz und Spritzwasser, während Heizelemente laut Forvia dafür sorgen, dass Linsen nicht so schnell beschlagen oder vereisen wie klassische Spiegel bei Frost. Darüber hinaus kann SmartView Mirror je nach Konfiguration mit Fahrerassistenzfunktionen gekoppelt werden, etwa Warnhinweisen bei Objekten im toten Winkel oder beim Rückwärtsfahren, ohne dass der Fahrer dafür zusätzliche Displays im Cockpit benötigt. Forvia Übersicht zu Smart Safety
Forvia im Spiegelmarkt für Nutzfahrzeuge
Wie digitale Rückspiegel wie SmartView Mirror das Sicherheits- und Komfortprofil von Nutzfahrzeugen verändern, zeigt ein Blick auf aktuelle Entwicklungen bei Forvia und Wettbewerbern.
Bessere Sicht, weniger tote Winkel
Im Fahralltag zeigt sich der Nutzen des Systems vor allem bei schwierigen Bedingungen: Auf nassen Straßen oder in der Dämmerung blendet SmartView Mirror laut Forvia Scheinwerfer anderer Fahrzeuge besser aus als ein konventioneller Spiegel und kann Bildbereiche aufhellen, die sonst im Dunkel verschwinden. Zusätzlich lassen sich Hilfslinien für das Rangieren einblenden, die dem Fahrer klare Orientierung beim Rückwärtsfahren geben, etwa beim Andocken eines Anhängers an eine Rampe, wie Produktmanager Julien Martin in einer Präsentation hervorhebt. Forvia Presseinformationen
Anders als fest montierte Rückfahrkameras mit separatem Display im Cockpit nutzt SmartView Mirror die gewohnte Blickbewegung zum Spiegel, was die Umstellung für Fahrer erleichtert und Schulungsaufwand reduziert. Zudem kann die digitale Lösung den klassischen Innenraumspiegel mit seinen vibrierenden, oft schmutzigen Glasflächen langfristig ersetzen und damit die Zahl der Bauteile im Fahrerhaus verringern, was Forvia mit Blick auf Gewicht und Materialeinsatz als Vorteil gegenüber rein mechanischen Lösungen bewertet. Fachbericht zu digitalen Spiegeln
Integration ins Cockpit und Varianten
SmartView Mirror ist nicht als Einzelbauteil gedacht, sondern lässt sich laut Forvia in komplette Cockpit- und Innenraumlösungen integrieren, die der Zulieferer für verschiedene Nutzfahrzeughersteller entwickelt. Die Spiegeleinheit kann je nach Kundenwunsch mit zusätzlichen Sensoren und Funktionen ausgestattet werden, etwa einer automatischen Umschaltung zwischen normalem Rückblick und einem erweiterten Wide-Angle-Modus, wenn das Fahrzeug mit einem Anhänger unterwegs ist, oder einer proaktiven Anpassung des Bildausschnitts bei engen Rangiermanövern im Depot.
Forvia positioniert das System als Teil seiner Smart Safety Solutions, die neben Spiegeln auch Head-up-Displays, Fahrerüberwachungskameras und vernetzte Cockpitsteuerungen umfassen und damit eine vernetzte Sicht auf Innenraum und Außenwelt ermöglichen. In Demonstrationsfahrzeugen lässt SmartView Mirror sich mit weiteren Anzeigen kombinieren, etwa einer kleinen Statusleiste für Fahrassistenzsysteme am unteren Rand des Displays, die dem Fahrer diskret zeigt, ob etwa ein Spurwechselassistent aktiv ist oder ein Kollisionswarnsystem im Hintergrund arbeitet. Forvia Innovationsübersicht
Kosten, Zielgruppe und Markteinführung
Ein offizieller Listenpreis in Euro nennt Forvia für SmartView Mirror nicht öffentlich, da das System in der Regel als Teil von größeren Cockpit- oder Sicherheitspaketen an Nutzfahrzeughersteller geliefert wird, die wiederum eigene Preisstrukturen für Flottenkunden haben. Schätzungen aus der Branche liegen bei mehreren Hundert Euro pro Fahrzeug für vergleichbare digitale Spiegelmodule, abhängig von Kamerakonfiguration, Displaygröße und zusätzlicher Software, wobei Serienkunden bei hohen Stückzahlen deutlich abweichende Konditionen verhandeln können. Branchenbericht zu Spiegelpreisen
Die Zielgruppe von SmartView Mirror sind vor allem Nutzfahrzeug-OEMs und große Flottenbetreiber, die ihre Fahrzeuge mit moderner Sicherheitstechnik ausrüsten wollen, um Unfallrisiken zu senken und Fahrer bei schwierigen Sichtverhältnissen zu unterstützen. Erste Anwendungen zeigt Forvia in Kooperation mit europäischen und asiatischen Herstellern, bei denen das System teilweise in neuen Modellgenerationen oder als Sonderausstattung in höherwertigen Ausstattungsvarianten vorgesehen ist; ein direkter Verkauf an Endverbraucher wie einzelne Lkw-Fahrer steht nicht im Mittelpunkt, obwohl Nachrüstlösungen perspektivisch denkbar sind.
Forvia Aktie und Einordnung
Für Anleger spielt SmartView Mirror vor allem als Teil des wachsenden Portfolios an Sicherheits- und Cockpitlösungen eine Rolle, mit denen Forvia seine Position als Zulieferer im Nutzfahrzeugmarkt stärken will. Die Forvia Aktie (ISIN FR0000121147) wird an der Euronext Paris in Euro gehandelt und reagiert damit eher auf die Summe der Unternehmensinitiativen als auf einzelne Produkte, zu denen SmartView Mirror als Baustein im Sicherheitssegment zählt.
SmartView Mirror von Forvia im Überblick
- Produkt: SmartView Mirror
- Hersteller: Forvia SE (ehemals Faurecia SE)
- Kategorie: Nutzfahrzeug-Zubehör / digitale Spiegel
- Markteinführung: schrittweise Einführung ab Mitte der 2020er Jahre in Kooperation mit Nutzfahrzeugherstellern
- UVP / Preis: paketabhängig, branchenüblich mehrere Hundert Euro pro Fahrzeug für digitale Spiegelmodule
- Verfügbarkeit: über Nutzfahrzeug-OEMs als Teil von Cockpit- und Sicherheitspaketen, primär in Europa und Asien
- Zielgruppe: Nutzfahrzeughersteller, Flottenbetreiber und Verkehrsbetriebe mit Fokus auf Sicherheit und moderne Cockpitlösungen
- Besonderheit / USP: integriertes Kamera-Display-System, das klassische Innenraumspiegel im Nutzfahrzeug ersetzt und erweiterte Sichtfelder sowie Assistenzfunktionen bietet
