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DAX Aktie: KI-Zweifel und RĂŒstung treffen Index

Veröffentlicht: 24.06.2026 um 22:11 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Rheinmetall stĂŒrzt nach Fregatten-Auftragsverlust ab, wĂ€hrend KI-Zweifel die Stimmung drĂŒcken. Der DAX fĂ€llt unter die 21-Tage-Linie.

DAX unter Druck: Rheinmetall-Einbruch und KI-Sorgen belasten
Grafische Darstellung eines fallenden Aktienindex, ĂŒberlagert mit abstrakten Elementen von KI und RĂŒstung. Mute Farben. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Der deutsche Aktienmarkt steht unter Druck — und das gleich von zwei Seiten. Ein heftiger Kursrutsch beim RĂŒstungskonzern Rheinmetall und anhaltende NervositĂ€t rund um KI-Aktien haben den DAX am Mittwoch tiefer in den Keller gezogen.

Der Leitindex schloss 0,62 Prozent schwĂ€cher bei 24.740 Punkten. Die 25.000-Punkte-Marke rĂŒckt damit weiter in die Ferne — und mit dem Rutsch unter die 21-Tage-Linie bei rund 24.840 ZĂ€hlern hat der Index ein kurzfristiges technisches Warnsignal gesetzt.

Rheinmetall im freien Fall

Das dominierende Thema des Handelstages war der Einbruch der Rheinmetall-Aktie, die zeitweise knapp 19 Prozent verlor. Der Auslöser: Der Bund vergab den milliardenschweren Auftrag zum Bau von Fregatten nicht an Rheinmetall, sondern entschied sich fĂŒr Thyssenkrupp Marine Systems. Acht Schiffe des Typs Meko-200 sollen dort gebaut werden. WĂ€hrend Rheinmetall-AktionĂ€re die Verluste verdauten, jubelte TKMS mit einem Plus von rund 15 Prozent. MTU profitierte als weiterer Wettbewerber und fĂŒhrte die DAX-Gewinnerliste mit einem Plus von rund sechs Prozent an.

Der Rheinmetall-Einbruch traf den Index hart — schließlich gehört der RĂŒstungskonzern zu den Schwergewichten im DAX.

KI-Zweifel verschlechtern die Stimmung zusÀtzlich

Parallel dazu lasteten Zweifel an der KI-Rally auf der Stimmung. Auslöser war die Nachricht, dass ein sĂŒdkoreanischer Speicherchip-Hersteller die Produktion von KI-Chips drosseln will. Das nĂ€hrte Bedenken ĂŒber die Nachhaltigkeit der bisherigen Tech-Euphorie und löste Gewinnmitnahmen aus — zunĂ€chst in Asien, dann auch in den USA. Anleger warteten zudem auf die nachbörslich erwarteten Quartalszahlen des US-Chipkonzerns Micron, die als Gradmesser fĂŒr den Sektor gelten.

Energietitel und Bankwerte kamen hinzu: RWE, Eon und Siemens Energy verloren je rund zwei Prozent, Deutsche Bank und Commerzbank in Ă€hnlicher GrĂ¶ĂŸenordnung.

Etwas Gegengewicht bot der ifo-GeschĂ€ftsklimaindex, der im Juni auf 85,6 Punkte stieg — eine leichte Aufhellung, die jedoch kaum Wirkung zeigte. Der Abstand zum DAX-Allzeithoch von 25.507 Punkten, das im Januar 2026 erreicht wurde, wĂ€chst damit weiter.

Europaweit fiel das Bild freundlicher aus: Paris, ZĂŒrich und London schlossen mit Gewinnen, der EuroStoxx 50 gab nur leicht nach. Wie Microns Zahlen die Stimmung in der KI-Debatte am Donnerstag beeinflussen, dĂŒrfte auch fĂŒr Frankfurt richtungsweisend sein.

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