DAX, Ă–lpreise

DAX-Ausblick nach Ostern: Ölpreise und Iran-Krieg bestimmen die Richtung – Leitindex über 23.000 Punkten

06.04.2026 - 20:33:54 | ad-hoc-news.de

In der sechsten Woche des Iran-Kriegs lenken steigende Ă–lpreise die DAX-Entwicklung. Der Leitindex schloss die Vorwoche mit +3,89% auf 23.168 Punkten und steht vor einer volatilen Handelswoche mit Fokus auf Energiepreise, Inflation und Q1-Berichte.

DAX, Ă–lpreise, Iran-Krieg - Foto: THN

Der DAX steht vor einer volatilen Handelswoche, in der die Ölpreise weiterhin die Richtung vorgeben. Nach der Osterpause und dem Feiertag am Ostermontag (6. April) kehren die deutschen Börsen mit dem Leitindex oberhalb der 23.000-Punkte-Marke zurück. Die Effekte des anhaltenden Iran-Kriegs, der Ende Februar begann, belasten die Märkte durch höhere Energiepreise und wachsende Inflationssorgen.

Stand: Montag, 6. April 2026, 18:33 Uhr MESZ

Ă–lpreis als Haupttreiber im DAX

Die Ölpreise bestimmen in der sechsten Woche des Iran-Kriegs die Stimmung am deutschen Aktienmarkt. Mit ihrem Anstieg wachsen die Bedenken vor höherer Inflation und Konjunkturschwäche, was den DAX belastet. Experten der Landesbank Baden-Württemberg warnen vor anhaltender Volatilität am Persischen Golf und an den Märkten. Die sichtbaren Inflationsauswirkungen der teureren Energie machen sich bemerkbar, während die Belastung für Unternehmensgewinne erst mit den Q1-Berichten klar wird.

Thomas Altmann von QC Partners betont, dass Donald Trump derzeit die Börsenbewegungen dominiert. Der DAX testet wiederholt die 23.000-Punkte-Schwelle, die seit Kriegsbeginn an sechs Handelstagen durchbrochen wurde. Eine Fortsetzung dieser Schwankungen ist wahrscheinlich.

Starke Erholung in der Vorwoche

Der DAX legte in der Vorwoche um 867 Punkte oder 3,89 Prozent zu und schloss bei 23.168 Punkten. Dies beendete eine vierwöchige Verlustserie und signalisiert eine vorläufige Erholung. Rheinmetall zeigte ein Rebound, während Henkel unter Druck geriet. Charttechnisch ist die Ausgangslage solide, doch der Iran-Krieg bleibt das dominante Thema.

Die deutschen Märkte waren am Ostermontag geschlossen, im Gegensatz zu den US-Plätzen. Dennoch rücken Werte wie SAP, BASF, Volkswagen und Deutsche Telekom in den Fokus, mit gemischten Kursentwicklungen.

Aktuelle Kurslage und Top-Performer

Aus der DAX-Kursliste ragen Scout24 mit +2,20 Prozent auf 19,705 Punkte, Deutsche Börse (+1,91 Prozent auf 255,60 Euro) und Hannover Rück (+1,20 Prozent auf 269,80 Euro) heraus. Verlierer sind Deutsche Telekom (-3,36 Prozent auf 30,770 Euro), Infineon (-2,96 Prozent auf 38,960 Euro) und Heidelberg Materials (-2,74 Prozent auf 177,55 Euro). Die Deutsche Bank fiel um 2,62 Prozent auf 25,675 Euro.

Diese Bewegungen spiegeln die Sensibilität für Energiepreise wider, da energieintensive Werte wie BASF und Heidelberg Materials leiden, während defensive Titel stabiler bleiben.

Implikationen fĂĽr Energie- und Industriewerte

Höhere Ölpreise treiben die Produktionskosten in die Höhe, was vor allem für den deutschen Exportsektor problematisch ist. Unternehmen wie BASF berichten von Stabilität als Zwischenphase, Volkswagen zeigt Stärke trotz Marktstille. TotalEnergies warnt vor Engpässen, Shell plant LNG-Erweiterungen – Entwicklungen, die europäische Anleger betreffen.

Die Deutsche Bank schraubte Erwartungen zurĂĽck, Vonovia rutscht ab. FĂĽr DACH-Investoren bedeutet dies: Diversifikation in defensive Sektoren wie Versicherungen (Hannover RĂĽck) oder Tech (SAP, trotz Risiken) empfehlenswert.

Analystenempfehlungen und Potenziale

Aktuelle Stufungen bieten Orientierung: JPMorgan hebt Ströer auf 'Overweight' mit 47 Prozent Potenzial (46 Euro), Deutsche Bank Research Hypoport auf 'Buy' (111 Prozent auf 160 Euro). RBC sieht Tesla bei 'Outperform' mit 39 Prozent Potenzial. Diese Empfehlungen kontrastieren die Volatilität und deuten auf selektive Chancen hin.

Im DAX-Kontext profitieren Rüstungswerte wie Rheinmetall vom geopolitischen Risiko, während Banken wie Deutsche Bank leiden.

Risiken und kommende Katalysatoren

Die Q1-Berichte und Jahresausblicke werden entscheidend sein. Inflationsdruck durch Öl könnte EZB-Entscheidungen beeinflussen, was den Euro und DAX belastet. Weitere Eskalation im Iran-Krieg würde Volatilität steigern.

Private Anleger sollten auf Stop-Loss achten, professionelle auf Hedging mit Öl-Futures. Europäische Relevanz: Höhere Energieimporte belasten die DACH-Wirtschaft stärker als US-Märkte.

Charttechnische Analyse

Der DAX konsolidiert über 23.000 Punkten. Widerstände bei 23.500, Unterstützung bei 22.500. Ölpreise über 90 Dollar pro Barrel verstärken Abwärtstendenzen.

Langfristig hängt die Richtung von Kriegsentwicklungen und US-Politik (Trump) ab.

Europäische Perspektive für DACH-Anleger

In Deutschland, Österreich und Schweiz sind DAX-Werte Kernbestandteile von Portfolios. Die Abhängigkeit von Energieimporten macht den Index anfällig. Alternativen: Schweizer MDAX-Äquivalente oder ETFs auf defensive Sektoren.

Steigende Suchanfragen nach Rheinmetall (172), Vonovia (130), TUI (106) zeigen Investorinteresse.

WeiterfĂĽhrende Quellen

Wochenausblick: Ă–lpreis bestimmt Richtung im DAX
DAX-Ausblick neue Handelswoche
Aktuelle DAX-Kurse
Top-Nachrichten DAX

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Finanzinstrumente und Märkte sind volatil.

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