Dax, Infineon

Dax bleibt bei 25.185 Punkten unter Druck

Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 12:33 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Der deutsche Leitindex liegt am Donnerstagmittag 0,5 Prozent im Minus. Anleger meiden angesichts von Inflations- und Zinssorgen besonders Technologieaktien, wÀhrend defensive Branchen gesucht bleiben.

Marktdaten am Donnerstagmittag

  • Der Dax wurde gegen 12:30 Uhr mit 25.185 Punkten berechnet.
  • Infineon und Siemens Energy standen laut Andreas Lipkow unter Verkaufsdruck.
  • Ein Euro kostete 1,1209 US-Dollar, wĂ€hrend Brent bei 104,00 US-Dollar lag.
Dax weiter schwach - Infineon und Siemens Energy hinten
Anzeigetafel in der Frankfurter Börse - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Dax bleibt am Donnerstagmittag im Minus

Der Dax hat sich am Donnerstag nach einem bereits schwachen Start bis zum Mittag weiter im roten Bereich bewegt. Gegen 12:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit 25.185 Punkten berechnet, 0,5 Prozent unter dem Schlussniveau des vorherigen Handelstags.

Technologiewerte geraten unter Verkaufsdruck

Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, sagte, im Dax stĂŒnden Technologiewerte wie Infineon und Siemens Energy unter Verkaufsdruck. Zugleich nutzten Anleger die KursschwĂ€che fĂŒr gezielte KĂ€ufe in defensiven Branchen.

Die Bereitschaft, grundsÀtzlich in Aktien investiert zu bleiben, sei vorhanden, die Risikofreude nehme jedoch deutlich ab, so Lipkow. Hohe Energiepreise und die Sorge vor weiteren Zinserhöhungen belasteten die Stimmung.

Inflationssorgen bremsen die Kauflaune

Lipkow zufolge geraten besonders hoch bewertete KI- und Technologieaktien unter Druck. Selbst gute Quartalszahlen sorgten kaum noch fĂŒr nachhaltige Kaufimpulse.

Der Dax sei von der Entwicklung zwar weniger direkt betroffen, könne aber den indirekten RĂŒckenwind hoher Bewertungen an der Wall Street verlieren. Anleger verabschiedeten sich nicht grundsĂ€tzlich von Aktien, wĂŒrden bei der Auswahl aber vorsichtiger.

Euro steigt, Ölpreis gibt nach

Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung legte am Donnerstagmittag zu. Ein Euro kostete 1,1209 US-Dollar, ein Dollar war entsprechend fĂŒr 0,8921 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen unter die Marke von 104 Dollar. Ein Fass der Nordseesorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 104,00 US-Dollar und damit 2,0 Prozent weniger als zum Schluss des vorherigen Handelstags.

Der RĂŒckgang des Dax fĂ€llt in eine Phase, in der die MĂ€rkte zwischen Unternehmensnachrichten, Inflationsdaten und geopolitisch erhöhten Energiepreisen abwĂ€gen. Der Leitindex bewegt sich dabei weiterhin nahe der Marke von 25.000 Punkten, nachdem er an den Vortagen trotz zwischenzeitlicher Gewinne nur begrenzte Dynamik entwickelt hatte.

Besonders sensibel reagieren Technologiewerte auf steigende Rendite- und Zinserwartungen. Höhere Finanzierungskosten verringern den Gegenwartswert kĂŒnftiger Gewinne, weshalb hoch bewertete Aktien stĂ€rker unter Druck geraten können als defensive Branchen. Die SchwĂ€che von Infineon und Siemens Energy passt in dieses Muster, ohne dass daraus allein eine grundlegende Abkehr der Anleger von Aktien folgt.

Inflation und Energiepreise als Markttreiber

ZusĂ€tzlichen Einfluss haben die zuletzt erhöhten Ölpreise. Sie können ĂŒber Treibstoff-, Transport- und Produktionskosten den Inflationsdruck verstĂ€rken und damit die Hoffnung auf Zinssenkungen dĂ€mpfen. Der RĂŒckgang des Brent-Preises auf 104,00 Dollar nimmt diesen Druck am Donnerstag zwar etwas zurĂŒck, Ă€ndert aber zunĂ€chst nichts an der erhöhten Aufmerksamkeit der MĂ€rkte.

FĂŒr Anleger bleibt damit die Kombination aus Unternehmensbilanzen, US-Inflationsentwicklung und Notenbankpolitik entscheidend. Der stĂ€rkere Euro bei 1,1209 Dollar wirkt fĂŒr deutsche Unternehmen mit hohen US-UmsĂ€tzen tendenziell belastend, verbilligt aber importierte Rohstoffe. Die uneinheitlichen Signale erklĂ€ren, warum KĂ€ufe in defensiven Bereichen und eine vorsichtigere Auswahl von Einzelaktien gleichzeitig auftreten können.

Disclaimer...

de | boerse | 70328912 |