DAX, Iran-Konflikt

DAX erlebt dramatische Kehrtwende: Trumps Iran-Wende treibt Index um ĂŒber 1.200 Punkte nach oben

24.03.2026 - 10:30:44 | ad-hoc-news.de

Der DAX notierte am Montag, 23. MĂ€rz 2026, in einer extremen VolatilitĂ€t mit einem Tageshoch von 23.179 Punkten und Tief von 21.864 Punkten. US-PrĂ€sident Trumps AnkĂŒndigung, Angriffe auf iranische Energieinfrastruktur auszusetzen, fĂŒhrte zu einem Ölpreiseinbruch und einem Schlusskurs von 22.654 Punkten (+1,2 %). Anleger im DACH-Raum sollten die anhaltende geopolitische Unsicherheit im Blick behalten.

DAX, Iran-Konflikt, Ölpreise - Foto: THN

Der deutsche Leitindex DAX hat am Montag, 23. MĂ€rz 2026, eine der volatilsten Handelssessions seit Langem hingelegt. Nach einem Tief unter 22.000 Punkten sorgte eine ĂŒberraschende Wende von US-PrĂ€sident Donald Trump fĂŒr einen sprunghaften Anstieg um mehr als 1.200 Punkte. Der Index schloss letztlich mit 1,2 Prozent Gewinn bei 22.654 Punkten. Diese Entwicklung ist fĂŒr private und professionelle Anleger im deutschsprachigen Raum von hoher Relevanz, da sie die enge Verflechtung von Geopolitik, Energiepreisen und AktienmĂ€rkten unterstreicht.

Stand: Dienstag, 24. MĂ€rz 2026, 10:30 Uhr (Europe/Berlin)

Der dramatische Handelsverlauf im Detail

Der DAX startete die Woche tiefrot in den Handel. Beeinflusst von anhaltenden EskalationsĂ€ngsten im Nahostkonflikt fiel der Index zu Handelsbeginn um rund zwei Prozent auf 21.935 Punkte. Asiatische MĂ€rkte hatten zuvor deutliche Verluste hingelegt, was die Verunsicherung verstĂ€rkte. Experten wie ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil sprachen von einem 'Börsenbeben', das durch den drohenden Iran-Krieg angeheizt wurde. Chartanalyst Marcel Mußler warnte vor einer 'wirklich richtig schlechten Entwicklung', mit dem langfristigen AufwĂ€rtstrend bei 21.890 Punkten als nĂ€chstem Korrekturziel.

Mittags verschĂ€rfte sich die Situation weiter: Der DAX tauchte auf ein Tagestief von 21.864 Punkten ab (-2,2 %), wĂ€hrend der EuroStoxx 50 um 2,0 Prozent auf 5.392 Punkte fiel. Der Euro schwĂ€chelte auf 1,1486 US-Dollar. Ölpreise standen unter starkem Druck, Gold und Silber verloren ebenfalls an Boden. Die Helaba-Strategin Claudia Windt sah den Ausverkauf jedoch begrenzt und wies auf KĂ€ufer hin, die die Niveaus als Einstiegschancen nutzten.

Die Wende kam nachmittags: US-PrĂ€sident Trump kĂŒndigte an, Angriffe auf iranische Kraftwerke und Energieinfrastruktur fĂŒr fĂŒnf Tage auszusetzen, nach GesprĂ€chen mit Teheran. Dies fĂŒhrte zu einem Ölpreiseinbruch um bis zu 14 Prozent – Brent fiel Richtung 100 Dollar. Der DAX explodierte daraufhin um ĂŒber 1.200 Punkte nach oben auf ein Tageshoch von 23.179 Punkten (+ mehr als 5 % intraday). Der EuroStoxx 50 profitierte ebenfalls und kletterte zeitweise um 1,6 Prozent auf 5.592 Punkte.

Trumps Rolle als Markttreiber

Donald Trumps Aussagen waren der entscheidende Katalysator. HĂ€ndler sprachen von einer 'Erleichterungsreaktion' nach Tagen der Unsicherheit. Iranische Staatsmedien interpretierten die Entscheidung jedoch als 'RĂŒckzieher Trumps', was die Skepsis nĂ€hrte. Trotz des temporĂ€ren Waffenstillstands in der Energieinfrastruktur dauern MilitĂ€rschlĂ€ge fort, was die VolatilitĂ€t hoch hĂ€lt. Der VDAX-New, der VolatilitĂ€tsindex der Deutschen Börse, stieg zum 20. MĂ€rz auf 31,28 Prozent (von 26,31 %), was Panikniveaus ĂŒber 27 Prozent signalisiert.

Diese Dynamik zeigt, wie abhĂ€ngig europĂ€ische MĂ€rkte von US-Politik und Nahost-Entwicklungen sind. FĂŒr DAX-notierte Unternehmen, insbesondere in energieintensiven Sektoren wie Stahl (z. B. Salzgitter, Thyssenkrupp), birgt der Ölpreisschwung Chancen und Risiken. Salzgitter reduzierte kĂŒrzlich Verluste und zielt fĂŒr 2026 auf einen Vorsteuergewinn von 75 bis 175 Millionen Euro ab.

Ausblick auf die Deutsche Börse AG

Die Deutsche Börse AG (ISIN: DE0005810055) profitiert von der hohen HandelsaktivitĂ€t. UBS hob das Kursziel von 250 auf 260 Euro an und beließ die Einstufung bei 'Neutral'. Analyst Michael Werner begrĂŒndete dies mit gestiegenen Volumina seit Kriegsbeginn, was die GewinnschĂ€tzungen bis 2028 nach oben korrigiert. Der hochvolatile Tag unterstreicht die AttraktivitĂ€t des Börsenbetreibers fĂŒr Anleger, die von Marktturbulenzen leben.

Im MDax kaufte MBB in der Woche vom 16. bis 20. MĂ€rz 5.654 Aktien zurĂŒck, bei Durchschnittskursen um 189-196 Euro. Solche Programme signalisieren Vertrauen der Unternehmen in eigene Werte inmitten der Unsicherheit.

Implikationen fĂŒr Anleger im DACH-Raum

Private Anleger sollten Diversifikation priorisieren: WĂ€hrend Energieversorger von höheren Preisen profitieren könnten, belasten sie Industrieaktien. Der DAX-Spitzenreiter wie Siemens Energy oder RWE könnten in volatilen Phasen outperformen, doch der Sektor ist zyklisch. Professionelle Investoren prĂŒfen Derivate wie VDAX-Futures, um VolatilitĂ€t abzudecken.

Die Eskalation im Iran-Konflikt blockiert die Straße von Hormuz und trifft LNG- und Ölanlagen. Dies erhöht Inflationsdruck und gefĂ€hrdet Zinssenkungen der EZB. Der EuroStoxx 50 schloss bei 5.586 Punkten (+1,5 %), was eine leichte Erholung andeutet, doch die Unsicherheit bleibt.

Risiken und Chancen im Energiepreisschock

Steigende Energiepreise wirken sich strukturell aus: Versorger, Erneuerbare und Rohstoffwerte rĂŒcken in den Fokus. Im DAX sind Unternehmen wie E.ON oder Uniper potenziell gefragt. Charttechnisch hĂ€lt der AufwĂ€rtstrend bei 21.890 Punkten stand, doch ein Bruch könnte zu 20.000 Punkten fĂŒhren. Helaba sieht Kaufinteresse an diesen Niveaus.

Die Woche gilt als 'entscheidend': Weitere Trump-Aussagen oder Iran-Entwicklungen könnten den DAX weiter treiben. Anleger im deutschsprachigen Raum beobachten die Frankfurter Börse genau, da der DAX 40 DAX-Unternehmen mit starker DACH-PrÀsenz umfasst.

Technische Analyse und Sektorenentwicklung

Intraday schwankte der DAX um 1.315 Punkte – ein Rekord. Der MDax stieg zeitweise um 2,64 Prozent auf 28.531 Punkte. Sektoren: Banken und Versicherer erholten sich stĂ€rker, wĂ€hrend Tech und Auto unter Druck standen. Nikkei und S&P 500 zeigten Ă€hnliche Zickzack-Muster.

Vergleich zur Vorwoche: Der DAX verlor freitags 2 Prozent auf 22.380 Punkte. Die Erholung deutet auf technische KĂ€ufe hin. Langfristig bleibt der Trend bullisch, solange 21.000 Punkte halten.

WeiterfĂŒhrende Quellen

n-tv: Der Börsen-Tag Montag, 23. MÀrz 2026
Finanznachrichten: UBS stuft Deutsche Börse auf Neutral
Deutsche Börse: Trumps Iran-Wende verhilft Dax ins Plus
Wallstreet-Online: USA nun doch zu Deal bereit?

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Finanzinstrumente und MĂ€rkte sind volatil.

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