DAX: Rekordhoch zum Greifen nah
01.06.2026 - 09:37:21 | boerse-global.deDer deutsche Leitindex startet mit Rückenwind in den Juni. Nach dem versöhnlichen Wochenabschluss mit einem Plus von knapp einem Prozent rückt das Allzeithoch bei 25.508 Punkten aus Mitte Januar wieder ins Blickfeld.
Zwei Treiber, ein Ziel
Den Aufwärtsschwung verdankt der DAX vor allem zwei Faktoren: dem anhaltenden KI-Boom und gesunkenen Ölpreisen. Letztere verbessern die Gewinnaussichten der im Index notierten Unternehmen spürbar. Die Experten der DZ Bank bringen es auf den Punkt: Globale Megatrends wie Künstliche Intelligenz überkompensieren die heimische Konjunkturschwäche derzeit — zumindest vorerst.
Der Zone zwischen 25.400 und 25.508 Punkten kommt dabei besondere Bedeutung zu. Vermögensverwalter Ortay Gelen von Axia Asset Management warnt: Scheitert der Index hier erneut, sind Gewinnmitnahmen vorprogrammiert. Gelingt der Durchbruch, könnten Anschlusskäufe den Schwung weiter anfachen.
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Iran-Risiko bleibt im Hintergrund
Der Nahostkonflikt ist noch nicht vom Tisch. Der aktuelle Waffenstillstand gilt als brüchig — eine Eskalation würde die Straße von Hormus gefährden, Öl verteuern und Inflationssorgen neu entfachen. Vorerst jedoch glauben Anleger mehrheitlich an einen Friedensschluss, nicht an weitere Eskalation.
Zunehmend gewinnen andere Themen an Gewicht. In dieser Woche stehen in den USA Einkaufsmanager-Indizes sowie der monatliche Arbeitsmarktbericht auf der Agenda. Im Euroraum dürften die entsprechenden Indikatoren laut Helaba weiterhin unter der Expansionsgrenze von 50 Punkten verharren — kein Jubelsignal, aber auch keine neue Hiobsbotschaft.
Indexüberprüfung als Kurstreiber
Neben Konjunkturdaten liefert Mittwochabend einen konkreten Termin: ISS Stoxx gibt nach Börsenschluss bekannt, welche Veränderungen in der DAX-Familie anstehen. JPMorgan-Experte Pankaj Gupta sieht HOCHTIEF und Lufthansa als mögliche Aufsteiger in den Leitindex. Als Abstiegskandidaten nennt er Zalando und die Porsche SE. Entsprechende Kursbewegungen in den betroffenen Titeln sind bereits im Vorfeld möglich.
Die Berichtssaison zum ersten Quartal ist weitgehend abgeschlossen. Frische Unternehmenszahlen, die den Markt überraschen könnten, fehlen vorerst. Stattdessen laden zahlreiche DAX-Konzerne zu ihren Hauptversammlungen — mit den üblichen Dividendenabschlägen am Tag danach.
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