Dax startet 0,9 Prozent schwÀcher bei rund 25.420 Punkten
Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 09:32 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSMarktdaten zum Handelsauftakt
- Der Dax wurde gegen 9:30 Uhr mit rund 25.420 Punkten berechnet.
- Der Leitindex lag damit 0,9 Prozent unter dem Schlussniveau des Vortags.
- Ein Euro kostete 1,1243 US-Dollar, wĂ€hrend Brent-Ăl bei 111,60 US-Dollar je Fass lag.
Dax gerÀt zum Handelsstart unter Druck
Der Dax ist am Donnerstagmorgen schwach in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.420 Punkten berechnet, 0,9 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.
KI-Investitionen bremsen die Stimmung
Die Anleger schwanken zwischen ĂŒberzeugenden Quartalszahlen und wachsenden Zweifeln an der Zukunft des KI-Booms. Hohe Investitionen in kĂŒnstliche Intelligenz nĂ€hren die Frage, wann daraus dauerhaft profitable GeschĂ€ftsmodelle entstehen.
Auch an den asiatischen Börsen kam es erneut zu Gewinnmitnahmen bei Technologie- und Halbleiterwerten. Gute Quartalszahlen reichen aus Sicht vieler Marktteilnehmer zunehmend nicht mehr aus, um hohe Bewertungen zu rechtfertigen.
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SAP stĂŒtzt den deutschen Markt
Die Zahlen von SAP liefern zunĂ€chst positive Impulse. Der Walldorfer Softwarekonzern ĂŒberzeugte beim Umsatz und beim Gewinn, zugleich dĂ€mpften vorsichtigere Aussagen zum wichtigen vierten Quartal die Erwartungen.
Bei Tesla fielen die Ergebnisse dagegen hinter den Erwartungen zurĂŒck. Das schĂŒrt Sorgen, dass die KonsumzurĂŒckhaltung inzwischen auch bei groĂen internationalen Konzernen deutliche Spuren hinterlĂ€sst.
Ălpreis steigt deutlich
ZusÀtzlichen Gegenwind liefern die weiter steigenden Energiepreise. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 111,60 US-Dollar und damit 2,5 Prozent mehr als zum Schluss des vorherigen Handelstags.
Die angespannte Lage im Nahen Osten bleibt damit ein erheblicher Risikofaktor fĂŒr Inflation und Unternehmensgewinne. Die diplomatischen BemĂŒhungen um eine Lösung des Ukrainekriegs treten angesichts der unmittelbaren Belastungen durch die Energiepreise vorerst in den Hintergrund.
US-Daten als nÀchster Impuls
Die Handelsagenda umfasst zahlreiche Unternehmenszahlen und die anstehenden US-Arbeitsmarktdaten. Die Berichtssaison wird damit zum Test fĂŒr die hohen Erwartungen an die AktienmĂ€rkte.
Die europÀische GemeinschaftswÀhrung war am Donnerstagmorgen etwas stÀrker. Ein Euro kostete 1,1243 US-Dollar, wÀhrend der Goldpreis um 1,1 Prozent auf 4.097 US-Dollar je Feinunze nachgab.
Der schwache Dax-Start fĂ€llt in eine Börsenphase, in der starke Unternehmenszahlen allein nicht mehr ausreichen, um die hohen Bewertungen von Technologiewerten zu stĂŒtzen. Anleger richten den Blick deshalb stĂ€rker auf die Frage, ob die hohen Ausgaben fĂŒr kĂŒnstliche Intelligenz kĂŒnftig messbare und nachhaltig steigende Gewinne hervorbringen.
FĂŒr den deutschen Markt treffen dabei unterschiedliche Signale aufeinander. SAP liefert mit Umsatz und Gewinn positive Impulse, zugleich können vorsichtigere Aussagen zum vierten Quartal die Wirkung der Zahlen begrenzen. Die EnttĂ€uschung bei Tesla verstĂ€rkt den Eindruck, dass Konzerne trotz hoher Erwartungen empfindlicher auf nachlassende Nachfrage und schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen reagieren.
Ălpreis erhöht den Druck
ZusĂ€tzliche Belastungen kommen vom Energiemarkt. Ein Brent-Preis von mehr als 110 US-Dollar verteuert Produktion, Transport und viele Dienstleistungen und kann zugleich den Inflationsdruck erhöhen. Das erschwert Notenbanken und Unternehmen die Planung und macht Aktienkurse anfĂ€lliger fĂŒr neue Schwankungen.
Im weiteren Tagesverlauf dĂŒrften Unternehmensberichte und US-Arbeitsmarktdaten die Richtung vorgeben. FĂŒr Anleger bedeutet das ein Umfeld, in dem positive Ăberraschungen genau auf ihre QualitĂ€t geprĂŒft werden, wĂ€hrend enttĂ€uschende Aussagen zu Margen, Nachfrage oder Investitionen ĂŒberproportional stark auf die Kurse wirken können.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
tagesschau: âMarktbericht: Tech-Bilanzen schieben den DAX nicht weiter anâ (22.10.2026)
Der Beitrag bestĂ€tigt den schwachen Auftakt und stellt die Reaktion der Anleger auf die jĂŒngsten Technologiebilanzen in den Mittelpunkt. Anders als die dts-Meldung konzentriert er sich stĂ€rker auf die Marktbewegung vor dem Xetra-Start und die Frage, warum gute Zahlen den Dax nicht weiter antreiben.
n-tv: âAnleger verdauen Tesla und Metaâ (22.10.2026)
Der Artikel ordnet den Handelstag ĂŒber die Tesla- und Meta-Zahlen ein und verweist auf die vorausgegangene Dax-Entwicklung. Damit bestĂ€tigt er den Fokus auf die Technologiewerte, setzt den Schwerpunkt aber stĂ€rker auf die Verarbeitung der Unternehmensnachrichten als auf Ălpreis und geopolitische Risiken.
Ăbereinstimmend steht die begrenzte Wirkung der Tech-Bilanzen im Zentrum. Offen bleibt, ob die anstehenden US-Daten und weiteren Unternehmenszahlen den Verkaufsdruck im Tagesverlauf verstĂ€rken oder eine Erholung auslösen.
