Dax startet kaum verÀndert - US-Bonds im Fokus
Veröffentlicht am: 21.08.2026 um 09:31 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS"Was wir im Dax in dieser Woche gesehen haben, ist nicht viel mehr als ein technischer RĂŒcksetzer zurĂŒck auf das alte Juli-Hoch bei 26.000 Punkten", sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. "Nun mĂŒssen die KĂ€ufer am heutigen kleinen Verfallstag beweisen, dass sie diesen Kurs bereits wieder als gĂŒnstig und nicht mehr wie noch vor gut vier Wochen als viel zu teuer erachten. Die Dip-KĂ€ufer scheinen angesichts der Querelen am Anleihemarkt, die sich nicht vollends legen wollen, noch nicht so richtig motiviert zu sein."
Der Gewinnschub der Unternehmen im zurĂŒckliegenden Vierteljahr tröste ĂŒber so manche Delle hinweg, die hohe Ălpreise, steigende Renditen und geopolitische Sorgen angerichtet hĂ€tten. Der Eingriff des US-Finanzministeriums zur Senkung langfristiger Renditen könne jedoch nicht darĂŒber hinwegtĂ€uschen, dass die Verschuldung der Vereinigten Staaten gerade die 40-Billionen-Dollar-Grenze ĂŒberschritten hat.
"Die Bond-Bazooka des amerikanischen Finanzministers kommt am Markt nicht so richtig gut an. Die Renditen sind gestern wieder gestiegen. Die Zweifel sind zu groĂ, was die Auswirkungen sein werden, wenn Regierungen und KI-Unternehmen alle gleichzeitig um die gleichen Kreditangebote buhlen mĂŒssen. Diese Gemengelage zwingt die Dax-Anleger gerade in eine gewisse Pattsituation", sagte Stanzl.
Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Freitagmorgen etwas stĂ€rker: Ein Euro kostete 1,1693 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,8552 Euro zu haben.
Der Goldpreis konnte profitieren, am Morgen wurden fĂŒr eine Feinunze 4.563 US-Dollar gezahlt (+1 Prozent). Das entspricht einem Preis von 125,45 Euro pro Gramm.
Der Ălpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 93,33 US-Dollar, das waren 45 Cent oder 0,5 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
