Dax steigt auf 25.383 Punkte trotz Druck auf Technologiewerte
Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 17:52 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSUS-Daten prÀgen den Frankfurter Handel
- Der Dax schloss am Donnerstag bei 25.383 Punkten und gewann 0,3 Prozent.
- US-Erzeugerpreise stiegen im Monatsvergleich um 1,3 Prozent und binnen Jahresfrist um 6,3 Prozent.
- Scout 24, Rheinmetall und Zalando fĂŒhrten die Kursliste an.
- Siemens Energy, Hochtief und Infineon bildeten die Schlussgruppe.
Dax schlieĂt trotz Inflationssorgen im Plus
Der Dax hat am Donnerstag zugelegt und den Xetra-Handel bei 25.383 Punkten beendet. Der deutsche Leitindex gewann 0,3 Prozent gegenĂŒber dem Vortagesschluss, nachdem er lange im Minus gelegen hatte.
US-Preisdaten erhöhen den Druck
FĂŒr Belastung sorgten die US-Erzeugerpreise, die im Monatsvergleich um 1,3 Prozent und auf Jahressicht um 6,3 Prozent stiegen. CMC-Market-Chefmarktanalyst Andreas Lipkow wertete die Daten als Hinweis auf zunehmenden Inflationsdruck und einen möglichen hĂ€rteren Kurs der US-Notenbank.
Konjunktur bleibt widerstandsfÀhig
Gleichzeitig prÀsentierten sich wichtige US-Konjunkturdaten robust. Die EinzelhandelsumsÀtze stiegen um 0,8 Prozent, der Empire-State-Index erreichte 25,5 Punkte und die ErstantrÀge auf Arbeitslosenhilfe lagen bei 198.500.
Technologiewerte geben nach
Im Dax gerieten insbesondere Infineon und Siemens Energy unter Verkaufsdruck. Anleger nutzten die SchwĂ€che zugleich fĂŒr KĂ€ufe in defensiven Branchen.
Scout 24, Rheinmetall und Zalando standen an der Spitze der Kursliste. Siemens Energy, Hochtief und Infineon bildeten das Schlussfeld.
Gas gĂŒnstiger, Ăl und Euro stĂ€rker
Der Gaspreis fĂŒr die Lieferung im November sank um ein Prozent auf 87 Euro je MWh. Brent-Ăl verteuerte sich um 0,2 Prozent auf 106,30 US-Dollar je Fass, wĂ€hrend der Euro auf 1,1205 US-Dollar stieg.
Der Handelstag zeigt ein Spannungsfeld, das derzeit viele AktienmĂ€rkte prĂ€gt: Einerseits bleibt die US-Wirtschaft robust, andererseits erhöht der stĂ€rkere Preisdruck die Unsicherheit ĂŒber den weiteren Kurs der Geldpolitik. Steigende Erzeugerpreise können Unternehmen zunĂ€chst ĂŒber höhere Kosten belasten und spĂ€ter ĂŒber Preiserhöhungen auf die Verbraucher durchschlagen.
FĂŒr AktienmĂ€rkte ist diese Kombination schwierig. Eine widerstandsfĂ€hige Konjunktur stĂŒtzt zwar die Gewinne der Unternehmen, zugleich können anhaltend hohe Inflationsraten sinkende Zinsen verzögern oder eine straffere Geldpolitik auslösen. Das wirkt besonders auf wachstumsorientierte Technologiewerte, deren Bewertungen stĂ€rker von den Finanzierungskosten abhĂ€ngen.
Defensive Branchen gewinnen an Bedeutung
Die im Dax beobachtete Umschichtung von Technologieaktien in defensivere Bereiche passt zu diesem Muster. Anleger bleiben grundsĂ€tzlich am Aktienmarkt engagiert, reduzieren aber offenbar das Risiko innerhalb ihrer Portfolios. FĂŒr Unternehmen und private Sparer bedeutet das ein volatileres Umfeld: Konjunkturdaten, Energiepreise und Signale der US-Notenbank dĂŒrften die Kurse kurzfristig stĂ€rker bewegen.
Auch die RohstoffmĂ€rkte bleiben ein wichtiger Einflussfaktor. Ein Gaspreis von 87 Euro je MWh liegt deutlich ĂŒber dem Niveau, das fĂŒr viele Verbraucher und energieintensive Unternehmen dauerhaft unproblematisch wĂ€re, wĂ€hrend der Brent-Preis von mehr als 106 Dollar zusĂ€tzlichen Kostendruck erzeugt. Der stĂ€rkere Euro kann importierte Rohstoffe zwar verbilligen, verĂ€ndert aber zugleich die Wettbewerbsbedingungen exportorientierter Firmen.
n-tv: âDer Börsen-Tag Donnerstag, 15. Oktober 2026â (15.10.2026)
Der Beitrag bestÀtigt den Druck auf Infineon und Siemens Energy sowie den Einfluss der deutlich gestiegenen US-Erzeugerpreise. Im Mittelpunkt stehen dort zusÀtzlich die schwache Wall Street und die Reaktion der KI-orientierten Aktien.
