Delivery Hero: Taiwan-Verkauf an Grab für 600 Millionen
01.05.2026 - 17:04:47 | boerse-global.deWachstum vor Profitabilität – so lautet die Devise für Delivery Hero in Südkorea. Der Essenslieferant hat mit seinen jüngsten Quartalszahlen eine Debatte über die richtige Strategie in Asien entfacht. Während die Umsätze deutlich anzogen, blicken Analysten mit gemischten Gefühlen auf die Investitionen im hart umkämpften koreanischen Markt.
Beschleunigung beim Bruttowarenwert
Im ersten Quartal steigerte das Unternehmen den Bruttowarenwert auf währungsbereinigter Basis um 8,8 Prozent. Parallel dazu kletterte der Segmentumsatz auf 3,7 Milliarden Euro. Diese Dynamik gibt dem Management Rückenwind für die Jahresziele.
Der Vorstand konkretisierte die Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr. Das bereinigte EBITDA soll nun in der oberen Hälfte der Spanne von 910 bis 960 Millionen Euro landen.
Interne Effizienzgewinne verspricht sich Delivery Hero vor allem durch den Einsatz künstlicher Intelligenz. Der hauseigene KI-Agent „Herogen“ übernimmt nach Firmenangaben bereits neun Prozent aller Code-Änderungen. Dies entlastet die Entwicklungsabteilung spürbar und ersetzt rechnerisch die Arbeit von rund 130 Ingenieuren.
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Analysten reagieren auf Strategiewechsel
Die Investmentbank JPMorgan hob das Kursziel von 26 auf 28 Euro an und bleibt bei der Einstufung „Overweight“. Analyst Marcus Diebel sieht beruhigende Signale aus den Schlüsselmärkten. Indes wurden die Schätzungen für das bereinigte EBITDA der kommenden zwei Jahre um bis zu elf Prozent nach oben korrigiert.
RBC Capital Markets senkte das Kursziel hingegen von 35 auf 30 Euro, hält aber an der Kaufempfehlung fest. Die Analysten begründen diesen Schritt mit dem kurzfristigen Verzicht auf Profitabilität in Südkorea. Dort investiert der Konzern massiv, um seine Marktposition gegen die Konkurrenz zu verteidigen.
Portfoliobereinigung und Ausblick
Ein wesentlicher Teil der Neuausrichtung ist der geplante Verkauf des Taiwan-Geschäfts. Der Konkurrent Grab soll die Sparte für 600 Millionen US-Dollar übernehmen. Der Abschluss dieser Transaktion ist für das zweite Halbjahr 2026 vorgesehen.
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An der Aktionärsstruktur hat sich derweil wenig geändert. Prosus bleibt mit 21,8 Prozent der Stimmrechte der dominierende Ankerinvestor. Uber hält weiterhin einen Anteil im Bereich zwischen fünf und zehn Prozent.
Bis Anfang Juni hat die Konzernführung ein umfassendes Update zur laufenden strategischen Gesamtüberprüfung angekündigt. Diese Veröffentlichung dürfte die Richtung für die zweite Jahreshälfte vorgeben.
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