Mercedes-Benz warnt: US-Zölle gefÀhrden knapp HÀlfte des operativen PKW-Gewinns
30.04.2025 - 09:36:58 | dpa.deAuf ein volles Jahr gesehen wĂŒrde die aktuell bestehende Zollpolitik die angepeilte Umsatzrendite um rund 3 Prozentpunkte schmĂ€lern, sagte Finanzchef Harald Wilhelm am Mittwoch in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Bislang gingen die Stuttgarter davon aus, dass 2025 vom Umsatz in ihrer Pkw-Sparte 6 bis 8 Prozent als Gewinn vor Zinsen, Steuern und Sonderposten ĂŒbrigblieben - in dieser Zielspanne sind noch keine Zolleffekte eingerechnet. Die bisher geltende Prognose setzte Mercedes wegen der Unsicherheiten um die Zollpolitik aus.
In den Berechnungen des Zolleffekts auf die Marge seien EinflĂŒsse inklusive der aktuell bereits in den ZiellĂ€ndern befindlichen Autos enthalten, sagte Wilhelm. GegenmaĂnahmen seien generell nur in geringem AusmaĂ einkalkuliert.
An wirksamen GegenmaĂnahmen arbeitet Mercedes nach eigener Darstellung. Das könnten etwa deutliche Preiserhöhungen sein. Mercedes-Vorstandschef Ola KĂ€llenius sagte jedoch, diese wĂŒrden auch Effekte auf die Nachfrage haben. Derzeit liefen GesprĂ€che mit den Verantwortlichen in den USA, sagte der Mercedes-Chef. Das Unternehmen wolle in Amerika wachsen: "Wir haben PlĂ€ne, in den kommenden Jahren unseren FuĂabdruck dort auszuweiten", sagte er. Diese PlĂ€ne seien auch Gegenstand der Diskussionen mit Entscheidern in den USA. Den Ergebnissen wolle er aber nicht vorgreifen und daher keine Details nennen, sagte KĂ€llenius.
Möglich wĂ€re, dass Mercedes wegen des Drucks der US-Regierung seine Produktion in der weltgröĂten Volkswirtschaft ausbaut. Derzeit entstehen am Standort in Tuscaloosa (Alabama) groĂe SUVs des Herstellers wie der GLE und GLS sowie deren Elektro-Varianten. Mehr Industrieproduktion in den USA ist das erklĂ€rte Ziel von US-PrĂ€sident Donald Trump.
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