GewinnermentalitÀt, Personal

Mehr 'GewinnermentalitÀt' beim Personal - was Mercedes plant

19.06.2026 - 10:35:35 | dpa.de

Der Autobauer Mercedes-Benz DE0007100000 will mehr aus seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herausholen und deren "GewinnermentalitÀt" stÀrken.

"Im Kern geht es um die Frage, was wir tun können, um noch mehr aus uns rauszuholen", sagte die Personal- und IT-VorstĂ€ndin Britta Seeger der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Jeder in seiner Rolle mĂŒsse immer wieder gucken, was er optimieren kann.

Die IntensitĂ€t des Wettbewerbs habe zugenommen und die Geschwindigkeit der VerĂ€nderung erfordere, dass man bei Mercedes anders arbeite als man vielleicht vor fĂŒnf Jahren gearbeitet habe. "Wenn ich in diesem Wettbewerbsumfeld bin, dann möchte ich mich gerne angucken und sagen, dass ich wirklich alle Möglichkeiten ausgeschöpft habe. Und da kommen wir zu dem Schluss, in der Situation sind wir nicht", sagte Seeger.

VorstÀndin: "GewinnermentalitÀt ist in der DNA von Mercedes"

Mercedes sei eine sehr kompetitive Marke, sagte Seeger und verwies exemplarisch auf das Formel-1-Engagement des Unternehmens. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien sehr leistungsfĂ€hig. Und: "Die GewinnermentalitĂ€t ist in der DNA von Mercedes." Wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber etwas daran hindere, ihre Leistung zu entfalten, dann mĂŒsse man gemeinsam nach vorn gerichtet definieren, wie man die Hindernisse aus dem Weg rĂ€umen könne, um noch besser zu werden.

Ein Beispiel: "Wir sind zu langsam, Entscheidungen zu treffen. Also mĂŒssen wir uns damit auseinandersetzen, was wir anders machen können", sagte die Managerin. Regeln mĂŒssten vielleicht ĂŒberdacht werden, um schneller zu werden. So mĂŒsse man etwa "ĂŒber die EntbĂŒrokratisierung von Mercedes-Benz diskutieren".

Ein anderes Beispiel: Die Mitarbeiter wĂŒnschten sich mehr Produktbezug. "Wir arbeiten bei Mercedes, weil wir Mercedes und unsere Produkte lieben. Aber eigentlich sind wir viel zu wenig am Auto", sagte Seeger. Insofern mĂŒsse man sich fragen, wie man es den Mitarbeitern möglich mache, neue Fahrzeuge zu erleben.

Mit Blick auf die aktuelle Situation des Unternehmens sagte Seeger: "Gerade jetzt ist es notwendig, an uns zu arbeiten, Zuversicht zu geben und einen Beteiligungsprozess zu machen." Es gehe darum zu sagen: "Wir sind verantwortlich, wir haben die Zukunft dieses Unternehmens zu verantworten und es liegt an uns, dieses zu verÀndern."

RĂŒckschlĂ€ge nach sehr starken GeschĂ€ftsjahren

Nach extrem erfolgreichen Jahren im Anschluss an den Corona-Schock hat Mercedes seit lĂ€ngerem mit RĂŒckschlĂ€gen zu kĂ€mpfen. Im ersten Quartal dieses Jahres sank das Konzernergebnis um 17,2 Prozent. 2025 war der Gewinn um knapp die HĂ€lfte von 10,4 Milliarden Euro auf 5,3 Milliarden Euro eingebrochen, nachdem es schon 2024 schlechter gelaufen war. Zölle, negative Wechselkurseffekte und der intensive Wettbewerb in China hĂ€tten die Ergebnisse belastet, hieß es. RĂŒcklĂ€ufig waren auch Absatz und Umsatz.

Die Schwaben hatten darauf reagiert und ein Sparprogramm aufgelegt, wobei Mercedes von einem Programm zur Leistungssteigerung ("Next Level Performance") sprach. In dem Zusammenhang habe man die "GewinnermentalitÀt" von Anfang an als integralen Bestandteil gesehen, sagte Seeger.

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