VW-Rivale und Opel-Mutter Stellantis kehrt in Gewinnzone zurĂŒck - Aktie fĂ€llt
30.04.2026 - 09:15:41 | dpa.deUnter dem Strich verdiente der Konzern mit französischen, italienischen und amerikanischen Wurzeln 377 Millionen Euro, wie er am Donnerstag in Amsterdam mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte ein Verlust in Ă€hnlicher GröĂenordnung zu Buche gestanden. Der Umsatz zog in den drei Monaten bis MĂ€rz im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 38,1 Milliarden Euro an, der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern verdreifachte sich nahezu auf 960 Millionen Euro. Die entsprechende Marge lag bei 2,5 Prozent.
An der Börse kamen die Nachrichten dennoch schlecht an. Der Aktienkurs knickte kurz nach dem Handelsstart in einem schwachen Gesamtmarkt um fast 8 Prozent ein. Die Kursverluste 2026 summieren sich damit auf mehr als ein Drittel.
Stellantis - unter anderem mit den Marken Peugeot, Fiat, Chrysler, Opel, Alfa Romeo, Chrysler, Jeep und Ram - hat ein regelrechtes Horrorjahr hinter sich. Zu den hausgemachten Problemen von zu hoher Produktion und sinkenden Verkaufspreisen vor allem im einst gewinntrÀchtigen US-Markt kam noch die von US-PrÀsident Donald Trump beendete Elektroautoförderung hinzu, weswegen die Nachfrage einbrach und ein radikales Umsteuern mit riesigen Abschreibungen nötig wurde. So verbuchte Stellantis vergangenes Jahr einen Verlust von 22,3 Milliarden Euro.
Der neue Chef Antonio Filosa muss den Konzern nun stabilisieren und wieder in ruhiges Fahrwasser fĂŒhren. Er sei zuversichtlich, dass die fĂŒr dieses Jahr geplanten zehn neuen Modelle weiter Schwung verleihen, sagte er laut Mitteilung. Die Jahresprognose bestĂ€tigte der Manager. Der Umsatz soll um einen mittleren einstellen Prozentsatz zulegen, die bereinigte operative Marge im niedrigen einstelligen Prozentbereich landen. Auch im TagesgeschĂ€ft hatte Stellantis im vergangenen Jahr rote Zahlen geschrieben.
Am 21. Mai stellt Filosa auf einem Kapitalmarkttag seine neue Strategie vor. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge will er die Investitionen des Konzerns auf wenige Kernmarken fokussieren - auf die Marken Jeep und Ram mit ihren GelĂ€ndewagen, Pickups und SUVs fĂŒr den amerikanischen Markt sowie auf die angestammten europĂ€ischen Marken Peugeot und Fiat. Beobachter sind gespannt, welche Rolle im KonzerngefĂŒge dann noch Marken wie etwa Opel spielen werden.
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