SeehÀfen melden 15 Milliarden Euro Investitionsbedarf an
27.07.2025 - 14:20:15 | dpa.de"Dabei geht es um marode Kaimauern und fehlende SchwerlastflÀchen bis hin zu mangelhaften Anbindungen an das Hinterland", sagte die Vorsitzende des Zentralverbands der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS), Angela Titzrath, der Hamburg-und-Norddeutschland-Redaktion der "Welt am Sonntag".
Die 15 Milliarden Euro entsprĂ€chen gerade einmal drei Prozent des Sondervermögens Infrastruktur. "Damit könnten wir alle dringend nötigen Modernisierungen innerhalb von zwölf Jahren vollstĂ€ndig und nachhaltig durchfĂŒhren", sagte die scheidende Vorstandsvorsitzende des Hamburger Hafenlogistikers HHLA DE000A0S8488.
Bund soll Hafenlastenausgleich auf 500 Millionen aufstocken
Der Betrag mĂŒsse auch nicht allein aus dem Sondervermögen Infrastruktur kommen. "Auch der Verteidigungshaushalt, der Klimafonds des Bundeswirtschaftsministeriums oder Mittel des Verkehrsressorts bieten sich an", sagte Titzrath. SchlieĂlich spielten die deutschen SeehĂ€fen nicht nur fĂŒr Im- und Export, sondern auch fĂŒr die Versorgungssicherheit in einer kĂŒnftigen Energiewirtschaft und fĂŒr die Verteidigung Deutschlands eine zentrale Rolle.
Insgesamt mĂŒsse sich der Bund deshalb stĂ€rker finanziell am Erhalt der HĂ€fen beteiligen. So könnte mit einer Aufstockung des sogenannten Hafenlastenausgleichs von derzeit jĂ€hrlich 38 Millionen "auf 400 - besser noch: 500 Millionen - Euro" sichergestellt werden, "dass sich die VersĂ€umnisse der Vergangenheit nicht wiederholen", sagte Titzrath.
Zugleich begrĂŒĂte sie die AnkĂŒndigung des Bundes, fĂŒr eine klimafreundliche Modernisierung von Schifffahrt und HĂ€fen in den nĂ€chsten vier Jahren 400 Millionen Euro extra aus dem Klima- und Transformationsfonds bereitzustellen. "See- und auch BinnenhĂ€fen brauchen dringend ein stĂ€rkeres Engagement des Bundes." Die KĂŒstenlĂ€nder könnten die Herausforderungen nicht allein bewĂ€ltigen.
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