Langfristig Auftrieb durch Optoelektronik fĂŒr KI-Rechenzentren
30.04.2026 - 11:44:48 | dpa.deBereits Mitte April hatte das Unternehmen wegen einer starken Nachfrage nach Anlagen fĂŒr die Optoelektronik die Jahresziele angehoben. Wie Aixtron-Chef Felix Grawert nun am Donnerstag im Zuge der Veröffentlichung der vollstĂ€ndigen Resultate des ersten Quartals betonte, untermauerten die AuftrĂ€ge auch die GeschĂ€ftsperspektiven ĂŒber das Jahr 2026 hinaus und damit auch "den Beginn eines neuen strukturellen Wachstumstrends." Auf Maschinen im Bereich Optoelektronik werden etwa Laserkomponenten fĂŒr die DatenĂŒbertragung in KI-Rechenzentren hergestellt.
WĂ€hrend die Nachfrage nach solchen Anlagen hoch war, blieb zum Jahresstart im Bereich der Leistungselektronik insbesondere die Nachfrage nach sogenannten SiC-Anlagen schwach, die fĂŒr GaN-Anlagen hielt sich auf niedrigem Niveau stabil, wie es am Donnerstag weiter hieĂ. Beides ĂŒberrascht aber kaum. So bekommt das Unternehmen schon lĂ€nger die Folgen eher trĂ€ger MĂ€rkte fĂŒr Leistungshalbleiter auf Basis von Galliumnitrid (GaN) und Siliziumkarbid (SiC) zu spĂŒren. Sie leiden unter einer teils tristen Nachfrage nach E-Autos, Smartphones und Laptops. LĂ€ngerfristig soll es hier aber auch besser laufen.
Die vorlÀufigen Resultate des ersten Quartals sowie den neuen Jahresausblick bestÀtigte Aixtron am Donnerstag. Der Umsatz sank von Januar bis Ende MÀrz im Jahresvergleich um fast die HÀlfte auf 59,4 Millionen Euro; vor Zinsen und Steuern fiel ein Verlust von gut 22 Millionen Euro an nach einem Plus von 3,3 Millionen vor einem Jahr. Unter dem Strich sank das Ergebnis von plus 5 Millionen auf minus 22 Millionen Euro.
Wegen des um fast ein Drittel auf 171 Millionen Euro gewachsenen Auftragsbestandes rechnet Grawert fĂŒr 2026 seit Mitte April mit einem Umsatz von 530 bis 590 Millionen Euro. Zuvor hatte das Unternehmen jeweils 40 Millionen Euro weniger angepeilt. Die operative Marge fĂŒr das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll bei 17 bis 20 Prozent herauskommen, anstatt bei 16 bis 19 Prozent.
FĂŒr Analyst Craig McDowell von der Bank JPMorgen untermauern die aktuellen Zahlen die gestiegene Zuversicht in das Optoelektronik-GeschĂ€ft des kommenden Jahres, auch wenn der Umsatzausblick fĂŒr das laufende zweite Jahresviertel 2026 eher schwach erscheine. Hier peilt Aixtron laut Mitteilung vom Mittwoch einen Umsatz von 100 bis 120 Millionen Euro an.
Die Aixtron-Aktie nĂ€herte sich am Donnerstag mit einem anfĂ€nglichen Anstieg um bis zu 7,6 Prozent bis auf wenige Cent ihrem jĂŒngsten Mehrjahreshoch von 48,10 Euro. Am spĂ€ten Vormittag notierte sie noch knapp vier Prozent im Plus bei 46,46 Euro und damit weit vorn im MDax DE0008467416, dem Index der mittelgroĂen Börsenwerte hierzulande. Allein 2026 hat der Aixtron-Kurs bereits fast 170 Prozent zugelegt. Treiber ist vor allem die nun auch zunehmende Aussicht auf gute GeschĂ€fte rund um Maschinen fĂŒr wichtige KI-Technik.
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