Aktien, Frankfurt

Aktien Frankfurt: Dax holt anfänglichen Rückschlag auf

Veröffentlicht: 18.05.2026 um 12:10 Uhr, dpa.de

Der Dax DE0008469008 hat seine anfänglichen Kursverluste am Montag aufgeholt.

Zunächst ging der Rückschlag vom vergangenen Freitag weiter, doch dann wurden die Anleger wieder mutiger und trieben den Leitindex im Laufe des Vormittags zurück über die 24.000-Punkte-Marke. Zuletzt legte er um 0,24 Prozent auf 24.008,49 Punkte zu.

Laut dem Marktbeobachter Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets werden Kurse unter 24.000 Punkten von Anlegern zu "Schnäppchenkäufen" genutzt. Der MDax DE0008467416 blieb zwar im Minus, mit 31.156 Punkten konnte der Index der mittelgroßen Werte seinen Abschlag aber auf 0,7 Prozent reduzieren. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx EU0009658145 stand bis zum Mittag noch 0,4 Prozent tiefer bei 5.801 Zählern.

Das Thema des Tages waren wieder schärfere Töne zwischen dem Iran und den USA sowie anziehende Ölpreise. "Für den Iran tickt die Uhr, und sie sollten sich besser SCHNELL bewegen, sonst wird von ihnen nichts mehr übrig bleiben", schrieb US-Präsident Donald Trump auf der Plattform Truth Social. Inmitten der festgefahrenen Verhandlungen wurde jedoch bekannt, dass Teheran nach eigenen Angaben wieder neue Vorschläge nach Washington geschickt hat.

Lipkow verwies auf bestimmte Werte als Stütze, darunter der Chipkonzern Infineon DE0006231004 mit 2,7 Prozent als bester Dax-Wert. Mit der Aktie spielten Anleger weiter das KI-Thema, genauso wie mit dem Energietechnik-Konzern Siemens Energy DE000ENER6Y0, die zuletzt 1,3 Prozent zulegten. Beide Aktien sind 2026 die Spitzenreiter im deutschen Leitindex. Auch im MDax gehörten am Montag mit Nordex DE000A0D6554 und Aixtron DE000A0WMPJ6 zwei Aktien aus den Bereichen Energie und Halbleiter zu den Favoriten.

Ein Erholungsversuch bei Rheinmetall DE0007030009 blieb nach einer Kaufempfehlung der Citigroup mit 0,7 Prozent Plus verhalten. Die US-Bank hält den Rücksetzer bei dem Rüstungskonzern für übertrieben, zumal ein Friedensabkommen im Krieg zwischen der Ukraine und Russland mit gegenseitigen Angriffen unwahrscheinlich bleibt. Bedenken an der Finanzierung steigender Verteidigungsausgaben hat der Experte Charles Armitage zumindest nicht in Deutschland.

Schwäche zeigten im Dax die Autowerte. Die Titel von Mercedes-Benz DE0007100000, BMW DE0005190003 und Volkswagen DE0007664039 verloren jeweils etwa zwei Prozent an Wert. Für Mollstimmung sorgte, dass die Wirtschaft im wichtigen Absatzmarkt China im April deutlich an Schwung verloren hat. Wichtige Konjunkturdaten blieben dort hinter den Erwartungen von Analysten zurück.

Im MDax fielen die 3,7 Prozent höheren Sartorius-Titel DE0007165631 dagegen positiv auf. Bei dem Laborausrüster sorgte ein Bericht im "Wall Street Journal" für Gesprächsstoff, wonach der Investor Elliott beim Sartorius-Großaktionär Bio-Rad eingestiegen ist. Damit würde ein Geflecht von Beteiligungen entstehen, weil Elliott selbst auch bei Sartorius im Boot ist.

Ein Minus von 1,3 Prozent gab es bei der Lufthansa DE0008232125, die neben den anziehenden Ölpreisen auch von Ryanair IE00BYTBXV33 bedingt waren. Der Billigflieger traut sich in Zeiten des Iran-Kriegs wegen der hohen Unsicherheiten keine Gewinnprognose für das laufende Jahr zu. Ein Medienbericht, wonach die Holding des Logistik-Milliardärs Klaus-Michael Kühne eine weitere Aufstockung der Lufthansa-Anteile erwägt, konnte dem Kurs nicht helfen. Ein Händler sah darin keine Überraschung.

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